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Oberstdorf ist seit 1953 Teil der alljährlichen Vierschanzentournee © getty

Der DSV hofft im Hinblick auf die Olympia-Bewerbung Münchens auf ein weiteres Heimspiel im Allgäu. Die FIS unterstützt den Plan.

Oberstdorf - Die Nordische Ski-WM in Liberec ist gerade Geschichte, da träumt Oberstdorf von der Ausrichtung der Titelkämpfe 2015.

Auf dem Weg zu möglichen Olympischen Spielen 2018 in München könnte das Skifest das dritte große Highlight nach der alpinen WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen und der Biathlon-WM 2012 in Ruhpolding werden.

Der Internationale Skiverband FIS räumt der Marktgemeinde aus dem Allgäu gute Chancen ein, aber es gibt noch Streit ums liebe Geld.

Noch keine Entscheidung

"Es wäre schön, vor möglichen Winterspielen 2018 in München ein weiteres Mal Heimvorteil bei einer Großveranstaltung zu haben", sagte Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Skiverbandes: "Aber der DSV hat noch keine Entscheidung getroffen, weil Lippenbekenntnisse aus Oberstdorf nicht ausreichen. Wir müssen in sechs bis acht Wochen unser Interesse bei der FIS äußern, bis dahin muss alles klar sein."

Im Januar hatte der Gemeinderat von Oberstdorf sein grundsätzliches Ja für eine Bewerbung gegeben.

Moderne Sportstätten vorhanden

Bereits 1987 und 2005 hatten die Titelkämpfe mit jeweils über 350.000 Zuschauern mehr als erfolgreich am Fuße des Nebelhorns stattgefunden.

Trotzdem war unter dem neuen Bürgermeister Laurent Mies eine grundsätzliche Diskussion über die Zukunft von Sportveranstaltungen seiner vor allem durch die Vierschanzentournee, Tour de Ski und Team Tour bekannten Gemeinde aufgekommen.

Und das, obwohl in den letzten Jahren 23 Millionen Euro in Weltklasse-Sportstätten investiert wurden.

Bürgermeister fordert Unterstützung

"Wir wollen nicht wieder wie nach der nordischen Ski-WM 2005 erleben, dass die Veranstaltung nicht nachhaltig war und dass die Übernachtungszahlen sinken", hatte Mies im "Allgäuer Anzeigenblatt" gesagt. Er forderte deshalb, dass der Freistaat Bayern und die Region mit einem Marketingkonzept ins Boot kommen müssten.

Außerdem dürfe keine finanzielle Belastung für Oberstdorf entstehen.

Weil noch unklar ist, wer die Zeche für die Bemühungen um die WM und mögliche Titelkämpfe zahlen soll, zögert der DSV mit seinem Ja für eine Bewerbung mit Oberstdorf 2015.

"Oberstdorf ist an der Reihe"

Dabei gibt der Internationale Skiverband Deutschland beste Chance für die WM.

"Deutschland ist der wichtigste Markt im Skisport", sagte FIS-Präsident Gian-Franco Kasper in Liberec und meinte mit Blick auf die gescheiterte Oberstdorf-Bewerbung für die WM 2013: "Oberstdorf ist ein herausragender Kandidat und bald wieder mit einer WM an der Reihe."

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