Die Münchner Bewerbungsgesellschaft für die Olympischen Winterspiele 2018 will den Posten des ausgeschiedenen Geschäftsführers Richard Adam nicht neu besetzen.

Das bestätigte Bewerbungschef Willy Bogner in der "Süddeutschen Zeitung". Stattdessen will Bogner die Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH "im Unterbau personell aufstocken".

Bogner hat derweil weiter mit den zähen Olympia-Gegnern zu kämpfen. Die sind von den kürzlich veröffentlichten Umfragezahlen zur angeblich positiven Haltung der Bevölkerung zur Bewerbung alles andere als überzeugt.

Die Zahlen seien "ungefähr so glaubwürdig wie die Propaganda der Kommunistischen Partei in China", sagte Bayerns Grünen-Chef Dieter Janecek im Münchner Merkur. Für den Politiker handelt es sich bei den von der GfK Konsumforschung ermittelten 69,6 Prozent Zustimmung in München um "Auftragszahlen".

Zudem beklagte sich Janecek darüber, dass "es kein transparentes Finanzbudget" gäbe, und sprach in diesem Zusammenhang von einem "ungedeckten Scheck". Auch Ludwig Hartmann von der Anti-Spiele-Initiative Noolympics ist sicher:

"Wenn erstmal klar wird, was das die Steuerzahler kostet, wird der Widerstand wachsen." Hartmann bestätigte außerdem, dass die Olympiagegner weiter an einem Bürgerbegehren gegen die Bewerbung in Garmisch-Partenkirchen festhalen wollen.

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