Mehr als vier Jahre nach den Winterspielen von Turin drohen Olympia unter Umständen weitere Dopingfälle.

Wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Sonntag auf einer Tagung der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA bekannt gab, sollen die 2006 in Italien entnommenen Proben auf das Epo-Derivat Cera untersucht werden.

"Wir haben Beweise, dass Cera bereits zum Zeitpunkt der Spiele von Turin verwendet wurde", sagte Arne Ljungqvist, Leiter der Medizinischen Kommission des IOC. "Aus diesem Grund werden wir bei 30 bis 40 Proben zusätzliche Analysen durchführen."

Welche Sportarten betroffen sind, ließ das IOC offen. Das Präparat Cera (Continuous Erythropoiesis Receptor Activator), das bei Patienten mit Nieren-Insuffizienz eingesetzt wird, war im Juni 2008 als Medikament in Europa zugelassen worden.

Die WADA geht allerdings davon aus, dass Profisportler es sich schon vorher beschaffen konnten.

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