Der Internationale Skiverband FIS wird bei der nordischen Ski-WM in Oslo (23. Februar bis 6. März 2011) erstmals Doping-Tests auf so genannte Weichmacher durchführen. "Selbstverständlich werden wir das machen. Alles, was Labors analysieren können, wird analysiert. Generell gilt: Immer, wenn neue Tests entwickelt werden, werden wir diese auch anwenden. Und das nicht nur bei der WM, sondern auch im Weltcup", sagte FIS-Generalsekretärin Sarah Lewis.

Man arbeite mit einem Labor, Aker, zusammen, das bezüglich dieser neuen Tests auf dem neuesten Stand sei, erklärte Inggard Lereim, der Vizechef des medizinischen FIS-Komitees und WM-Medizin-Chef. Das Aker-Labor ist eines von weltweit 34 von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) lizenzierten Anti-Doping-Laboratorien.

Rückstände von Weichmachern, auch Diethylhexylphthalat genannt, können ein Indiz für Eigenblutdoping eines Athleten sein. In der positiven Dopingprobe des Tour-de-France-Sieger Alberto Contador auf das Kälbermastmittel Clenbuterol sollen zuletzt etwa auch Rückstände von Weichmachern gefunden worden sein, die aus einem Plastikbeutel mit Eigenblut stammen könnten. Contador weist jedoch Anschuldigungen vehement von sich, mit Eigenblut gedopt zu haben.

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