Snowboarderin Amelie Kober hat 122 Tage nach der Geburt ihres Sohnes Lorenz bei den Weltmeisterschaften in La Molina nur hauchdünn eine Überraschung verpasst: Im Parallel-Riesenslalom musste sich die 23-Jährige mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben.

Der Snowboard Verband Deutschland (SVD) wartet damit weiter auf seine erste Medaille. Kober verlor im kleinen Finale gegen die Österreicherin Doris Günther mit einem Rückstand von nur vier Hundertstelsekunden.

Weltmeisterin wurde Alena Sawarsina aus Russland vor Claudia Riegler (Österreich).

Kober schaltete im Achtelfinale die Schweizerin Patrizia Kummer aus und setzte sich danach gegen Favoritin Jekaterina Tudegeschewa (Russland) durch.

Im Halbfinale gegen die Österreicherin Claudia Riegler vergab die 23-Jährige, die sich erst in letzter Sekunde für die WM qualifiziert hatte, jedoch einen Vorsprung von 1,5 Sekunden aus dem ersten Lauf und damit auch die große Chance aufs Finale.

Kober kam mit 0,20 Sekunden Rückstand ins Ziel.

Für den Rest des deutschen Teams war spätestens im Viertelfinale Schluss. Selina Jörg (Sonthofen) schied in der Runde der besten Acht nach einem Sturz im ersten Lauf gegen Günther aus.

Isabella Laböck (Prien) scheiterte im Achtelfinale an Sawarsina ebenso wie Patrick Bussler aus Ascheim an Roland Fischnaller aus Italien. Anke Karstens aus Piding überstand die Qualifikation nicht.

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