Behindert von einer Risswunde am Rücken hat Amelie Kober beim Weltcup im kanadischen Stoneham als Vierte den Sprung auf das Podest verpasst.

Die 24-Jährige aus Miesbach hatte sich den rund zwei Zentimeter tiefen Cut bei einem Zusammenprall mit der Schweizerin Julie Zogg im ersten Lauf um den dritten Rang des Parallel-Riesenslaloms zugezogen.

Zwar konnte die Olympiazweite von Turin wegen zu starker Schmerzen nicht mehr zum zweiten Lauf antreten, der Schock über das Missgeschick war aber schnell verwunden.

"Ich bin genäht worden. Jetzt geht es mir eigentlich wieder ganz gut", sagte Kober. Zogg überstand den Zusammenprall unbeschadet. "Im Grunde bin ich froh, dass es nur mich erwischt hat, denn es war ja auch meine Schuld. Zum Glück ist die Sache relativ glimpflich ausgegangen", sagte Kober.

Trotz der Verletzung plant die zehnmalige Weltcup-Siegerin einen Start beim Parallel-Slalom in Moskau am 3. März. "Ich denke nicht, dass die Verletzung Auswirkungen hat. Ich werde mich zu Hause ausruhen und wenn möglich trainieren. Ich will bei den nächsten Rennen Gas geben", sagte sie.

Ihren ersten Saisonsieg feierte die ehemalige Weltmeisterin Jekaterina Tudegeschewa aus Russland, die nunmehr die Gesamt-Weltcupwertung vor Patrizia Kummer (Schweiz) und Kober anführt.

Als zweitbeste Deutsche belegte Anke Karstens (Bischofswiesen) nach ihrem Aus im Viertelfinale den siebten Platz. Die deutsche Meisterin Isabella Laböck (Klingenthal) fuhr auf Rang neun. Für Selina Jörg (Sonthofen) sowie Rosa Czipf (Esslingen) war in der Qualifikation Schluss.

Bei den Männern kam Patrick Bussler aus Aschheim als bester Deutscher auf den 14. Platz, Alexander Bergmann (Bischofswiesen) schaffte es nicht ins Achtelfinale und wurde 20. Den Weltcup-Sieg holte sich der Österreicher Andreas Prommegger, der sich dadurch an Spitze des Gesamt-Weltcups setzte.

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