Die neunte Niederlage im elften Spiel hat die Pleite der deutschen Curler bei der WM in Basel besiegelt. Das Hamburger Quartett um Skip John Jahr kassierte zum Abschluss der Vorrunde am Donnerstag zwei Niederlagen und landete nur auf Rang elf. Dem 4:6 gegen den EM-Dritten Dänemark folgte am Abend ein 4:7 gegen Vize-Europameister Schweden.

"Platz 11 ist bitter", sagte Curling-Präsident Dieter Kolb. Schon am Vortag, als die Auswahl des Deutschen Curling-Verbandes (DCV) trotz guter Leistung 6:7 gegen Europameister Norwegen verlor, war mit der letzten Medaillenchance auch das Minimalziel Platz sechs verspielt worden.

Am Ende verpasste John Jahr mit Felix Schulze, Sven Goldemann, Peter Rickmers und Christoph Daase auch noch den zehnten Platz. Dieser hätte für das Team von Bundestrainer Martin Beiser wichtige Punkte zur Qualifikation für Olympia 2014 in Sotschi gebracht.

Um sich direkt für Sotschi zu qualifizierten, muss sich das Team nun bei der EM 2012 in Schweden für die WM 2013 qualifizieren und dort mindestens das Halbfinale erreichen. Über die sieben Plätze hinaus, die bei der WM 2012 und 2013 vergeben werden, geht es bei einem Olympia-Qualifikationsturnier im Herbst 2013 noch um zwei weitere Plätze.

Die deutsche Mannschaft konnte gegen Schweden nur beim zwischenzeitlichen 3:3 Hoffnung schöpfen. Gegen Dänemark hatte die Mannschaft erst 3:1 geführt, geriet nach individuellen Fehlern jedoch schnell 3:5 in Rückstand.