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Franziska Preuß steht im Massenstart von Ruhpolding erstmals in ihrer Karriere im Einzel auf dem Podest © getty

Franziska Preuß stürmt beim Massenstart auf der Schlussrunde an der Konkurrenz vorbei und steht erstmals auf dem Podest.

Ruhpolding - Franziska Preuß hat den deutschen Biathletinnen beim Heimspiel in Ruhpolding den ersten Podestplatz im nacholympischen Winter in einem Einzelrennen beschert.

Die 20-Jährige musste sich im Massenstart nach 12,5 km und zwei Schießfehlern nur der siegreichen Dreifach-Olympiasiegerin Darja Domratschewa (Weißrussland/3) geschlagen geben.

Mit 16,5 Sekunden Rückstand feierte Preuß den ersten Podiumsplatz ihrer Karriere.

Dritte wurde die Tschechin Veronika Vitkova (22,9 zurück/3). (DATENCENTER: Ergebnisse)

Furiose Schlussrunde

"Eigentlich habe ich mich echt schlecht gefühlt vor dem Rennen, die Schlussrunde ist aber super gegangen, ich bin saufroh über den zweiten Platz", sagte Preuß.

Ihre Premiere genoss sie in vollen Zügen: "Das war ein perfektes Rennen. Ich wollte selbst endlich auf das Podest. Es ist umso schöner, wenn es hier vor dieser tollen Kulisse so klappt."

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Nach dem letzten Schießen hatte Preuß noch auf dem vierten Rang gelegen, kassierte auf der Schlussrunde aber noch Anais Bescond und Valj Semerenko (Ukraine), auch Vitkova kam nicht mehr an die Deutsche heran.

Franziska Hildebrand (1) belegte Rang 14, Vanessa Hinz (3) landete auf Platz 20.

Patzer in der Staffel ausgeblendet

In der Staffel am Mittwoch, die auf Rang drei landete, hatte Preuß noch eine Strafrunde drehen müssen, vier Tage später konnte sie das ausblenden.

"Ich habe mal zeigen können, dass ich schießen kann. Das war top und es ist cool, wenn es dann noch zum zweiten Platz reicht", sagte die Bayerin nach dem Rennen vor 17.000 Zuschauern auf ihrer Heimstrecke: "Wenn so eine Menschenmasse hinter einem steht, lässt man sich noch ein bisschen mehr anschieben."

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Gössner in Antholz zurück?

In der kommenden Woche ziehen die Skijäger weiter ins italienische Antholz.

Nach ihren beiden Siegen im zweitklassigen IBU-Cup darf auch Miriam Gössner auf eine Nominierung hoffen.

Die zweimalige Staffelweltmeisterin, die wegen ihrer schwachen Form in die 2. Liga versetzt worden war, triumphierte in Ridnaun/Italien im Sprint und in der Verfolgung.

"Wir machen uns Gedanken, wie wir weiter mit ihr verfahren. Das werden wir dann zu gegebener Zeit bekannt geben", sagte Frauen-Bundestrainer Gerald Hönig.

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