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Markus Gandler ist seit 2003 Biathlon-Sportdirektor © imago

Das ÖOC zieht einen Schlussstrich unter die Doping-Affäre von Turin. Das zuständige Betreuerteam von damals darf nach Vancouver.

München/Wien - Das Nationale Olympische Komitee von Österreich ÖOC hat nun auch den lebenslänglichen "Olympia-Bann" für Biathlon-Sportdirektor Markus Gandler sowie weitere sechs Funktionäre aufgehoben.

Laut ÖOC-Mitteilung gelten Gandler, Peter Baumgartl (Arzt), Gerald Heigl, Gerhard Urain (beide Langlauf-Trainer), Volker Müller (Physiotherapeut), Andreas Eder (Masseur) und Reinhard Neuner (Materialtechniker) als "rechtlich rehabilitiert" und können in Vancouver 2010 wieder dabei sein.

"Das freut mich riesig", sagte Gandler nationalen Medien. Mit Blick auf die Winterspiele im Februar sagte er: "Das bringt natürlich mehr Ruhe ins Team und macht vieles leichter."

Ausschluss nach dem Skandal von Turin

Das ÖOC hatte nach dem Dopingskandal in Turin 13 Mitglieder des nationalen Ski-Verbandes für "nicht mehr akkreditierungswürdig" erklärt, weil das Vertrauen in die Verhinderung von Dopingvergehen nicht gegeben sei.

Der Vorwurf lautete, dass sich Biathleten und Langläufer in Turin zur Förderung ihrer Praktiken bewusst Quartiere außerhalb des Olympischen Dorfes gesucht hätten, was die Funktionäre stets vehement bestritten.

Bereits im Juli 2007 Begnadigungen

Im Juli hatte das ÖOC bereits die im Juni 2007 verhängten Sanktionen gegen die fünf Betreuer Alfred Eder, Walter Gapp, Walter Hörl, Heinz Mühlbacher und Stefan Rohrmoser zurückgenommen, nun folgten die restlichen sieben Österreicher.

Der 13. Betreuer war der Liechtensteiner Emil Hoch.

2006 in Turin hatte eine Spezialeinheit der italienischen Carabinieri die Teamquartiere der österreichischen Langläufer und Biathleten gestürmt und Bluttransfusionsgeräte sichergestellt.

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