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Kathrin Hitzer wurde bei der WM 2009 in Pyeongchang nur 78. im Einzel © getty

Im Interview mit Sport1.de spricht Kathrin Hitzer über ihre Ziele für Olympia und den Konkurrenzkampf im deutschen Team.

Von Martin Volkmar

München - Als letzte Wintersportler starten nun auch die Biathleten in die Olympiasaison. Eine Athletin ist nach einer verkorksten letzten Saison besonders motiviert: Kathrin Hitzer.

Der letzte Winter war für die Allgäuerin ein Jahr zum Abhaken. Im Weltcup-Gesamtstand landete die 23-Jährige nur auf Rang 31. Beim Saison-Auftakt in Östersund (Mi., ab 17 Uhr LIVE) soll nun alles besser werden (DATENCENTER: Der Biathlon-Weltcup).

Bei den Deutschen Meisterschaften hat sie mit ihrem Sieg im Einzel gezeigt, dass in diesem Winter mit ihr zu rechnen ist.

Das große Ziel heißt Vancouver 2010. Doch Hitzer weiß, dass es nicht einfach wird einen der begehrten Startplätze zu ergattern.

"Ich werde alles dafür geben, um dabei zu sein", kündigt sie dennoch an.

Im Interview mit Sport1.de spricht die Lebensgefährtin von Michael Greis über den Konkurrenzkampf im deutschen Damen-Team, die schwierige letzte Saison und die Ziele für den Olympiawinter.

Sport1.de: Wie ist Ihre Vorbereitung gelaufen?

Kathrin Hitzer: Dieses Jahr habe ich alles so umsetzen können, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich freue mich jetzt auf die Wettkämpfe. Denn erst dann sieht man wirklich, wie man steht und wo man sich noch verbessern kann.

Sport1.de: Was sind Ihre Saisonziele?

Hitzer: Am wichtigsten ist natürlich Olympia. Und ich werde alles dafür geben, um dabei zu sein.

Sport1.de: Ist dabei sein dann schon alles? Oder träumen Sie von mehr?

Hitzer: Wenn es optimal läuft, könnte natürlich auch eine Medaille drin sein.

Sport1.de: Im deutschen Team ist der Konkurrenzkampf um die Startplätze sehr groß. Denken Sie darüber nach?

Hitzer: Es gibt nur vier Startplätze für Olympia. Im Moment sind wir sieben bis acht sehr starke Biathletinnen, die alle im Stande sind, ein Rennen zu gewinnen. Man muss eben ehrgeizig und fleißig sein und kämpfen. Sämtliche Athletinnen haben schon Medaillen und haben sich auch schon bewiesen.

Sport1.de: Sind die deutschen Frauen momentan so stark wie lange nicht?

Hitzer: Das hat sich schon über die letzten Jahre angedeutet. Aber die letzte Saison war natürlich phänomenal.

Sport1.de: Kann man diese Leistung bis Olympia denn konservieren?

Hitzer: Ich denke schon. Aber die anderen Nationen bleiben auch nicht stehen und entwickeln sich weiter. Wir Deutschen haben den Vorteil, dass bei uns die Strukturen sehr gut sind. Andere Länder haben im Moment gar nicht die Trainigsmöglichkeiten, die wir haben. Doch das wird auch da kommen und dann werden die Spitzennationen noch enger zusammenrücken.

Sport1.de: Bei der WM in Peyongchang waren sie angeschlagen und landeten nur im hinteren Feld. Wirkt das unter Umständen noch nach?

Hitzer: Die WM war nicht so gut, aber das war absehbar. Ich hatte das ganze vergangene Jahr Probleme, musste oft unter Schmerzen laufen. Ich habe mich im April operieren lassen und seither läuft es wieder. Das letzte Jahr war eine Saison voller Pech, aber das ist nun abgehakt.

Sport1.de: Simone Hauswald hat dagegen bei der WM groß aufgetrumpft. Wie sehen Sie ihre Leistung?

Hitzer: Die Simone hat ihr Standing im Team auf jeden Fall verbessert. Sie war eigentlich früher schon immer kurz davor, den letzten Schritt zu machen. Dass sie es jetzt endlich geschafft hat, da hätten sicher viele nicht mehr dran geglaubt. Ich finde es schön, dass es bei ihr jetzt endlich funktioniert hat.

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