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Simone Hauswald gewann bei der WM 2009 in Pyeongchang Sprint-Silber © getty

Simone Hauswald fehlen im Sprint von Hochfilzen Zehntel zu Platz 3, Rückkehrerin Neuner läuft hinterher. Greis und Co. versagen.

Hochfilzen - Magdalena Neuner beim Saisondebüt nur 29., Simone Hauswald als Vierte 0,7 Sekunden am Treppchen vorbei.

Die deutschen Biathleten haben auch in Hochfilzen den ersten Einzel-Podestplatz im Olympiawinter verpasst. Die Frauen setzten ihren Leistungsaufschwung aber immerhin mit vier Top-Ten-Plätzen fort, während die Männer um den auf Rang 23 abgestürzten Michael Greis enttäuschten.

"Das ist ein Superergebnis. Aber es wäre natürlich schön gewesen, wenn wir noch jemanden auf dem Stockerl gehabt hätten", sagte Frauen-Bundestrainer Uwe Müssiggang.

Wimpernschlag zurück

Ein Wimpernschlag nur fehlte Hauswald nach 7,5 km zur drittplatzierten Russin Olga Saizewa, deshalb war der Ärger über den einen Schießfehler besonders groß. "Wenn ich den nicht gemacht hätte, hätte es fürs Podest gereicht. Aber das war ein gutes Rennen, auch wenn meine Beine verdammt wehgetan haben", sagte Hauswald.

Sie freute sich aber genau wie die mit der Startnummer 111 überraschend auf Platz fünf gestürmte Tina Bachmann über die erfüllte Olympia-Norm. (DATENCENTER: Der Weltcup-Kalender)

Neuner platt

Doppel-Weltmeisterin Kati Wilhelm landete nach einer "Qual in der Loipe" auf Platz sieben, Martina Beck wurde Zehnte - das Duo hatte schon beim ersten Weltcup in Östersund das Ticket für Vancouver gelöst.

Die sechsmalige Weltmeisterin Neuner kam im tiefen Neuschnee nach überstandenem Virusinfekt dagegen mit zwei Schießfehlern und über zwei Minuten Rückstand auf die Spitze ins Ziel. "Ich war absolut fertig und total platt. Beim Schießen habe ich danebengeleuchtet und in der Schlussrunde ging läuferisch gar nichts mehr", sagte Neuner enttäuscht.

Schwedischer Doppelsieg

Die läuferisch überragenden Schwedinnen Anna Carin Olofsson und Gesamtweltcup-Spitzenreiterin Helena Jonsson jubelten dagegen über einen Doppelsieg. Für deren deutschen Trainer Wolfgang Pichler ein Grund zur Genugtuung: "Die Deutschen wären ganz froh, wenn sie diese Erfolge hätten."

Das galt besonders für die am Schießstand einmal mehr nervösen Männer, für die Arnd Peiffer mit Platz 14 und der damit erfüllten Olympianorm als Einziger Grund zur Freude hatte.

Im Ziel lag aber auch der beste Deutsche 51,1 Sekunden hinter Sieger Ole Einar Björndalen, der den 91. Weltcup-Sieg seiner einmaligen Karriere vor den Russen Nikolai Kruglow und Jewgeni Ustjugow feierte. "Ich bin zu langsam gegangen", sagte der Olympiasieger und Weltmeister aus Norwegen danach trotzdem selbstkritisch.

Zwei Fehler von Greis

Der dreimalige Olympiasieger Greis beraubte sich mit zwei Schießfehlern aller Chancen: "Ich habe bei diesen schweren Bedingungen zu wenig Kraft gehabt. Ich habe einfach noch nicht die richtige Mischung gefunden."

Das gilt zwei Monate vor dem Olympia-Start in Vancouver für das gesamte deutsche Team, das mit der mäßigen Ausgangsposition aus dem Sprint am Samstag in den Jagdrennen endlich den ersten Einzel-Podestplatz des Winters abschießen will.

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