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Simone Hauswald gewann bei der WM 2009 in Pyeongchang Sprint-Silber © imago

Beim Jagdrennen in Hochfilzen fällt Simone Hauswald durch Fehlschüsse auf Platz sieben zurück und ist nur drittbeste Deutsche.

Hochfilzen - Simone Hauswald versagten mit dem Sieg vor Augen die Nerven, Martina Beck setzte die Serie vierter Plätze fort und Magdalena Neuner verpasste als 28. erneut das Olympia-Ticket - die deutschen Biathleten bleiben auch nach dem zweiten Saison-Weltcup in Hochfilzen ohne Einzel-Podestplatz.

Die deutschen Männer erlebten mit einem 26. Platz für den dreimaligen Olympiasieger Michael Greis erneut ein Debakel.

"Das waren wohl die Nerven. Es ist ärgerlich, wenn man gewinnen kann und dann passiert das", sagte Hauswald nach dem 10-km-Jagdrennen traurig.

"Ich war einfach kaputt"

Mit 50 Sekunden Rückstand war sie als Vierte gestartet, begann eine furiose Aufholjagd und hatte nach dem dritten Schießen die Führung übernommen.

Beim letzten Stehendanschlag leistete sie sich jedoch gleich drei Fehler und statt ihr lief die schwedische Gesamtweltcupsiegerin Helena Jonsson als umjubelte Siegerin ins Ziel.

Hinter den beiden Russinnen Swetlana Slepzowa und Olga Saizewa fehlten Beck diesmal 4,2 Sekunden zur ersehnten deutschen Premiere auf dem Treppchen. "Mehr als Platz vier war nicht drin, das ist ja auch okay. Ich war einfach kaputt", sagte Beck. (DSV-Skijäger erneut ohne Podestplatz)

Geduldsprobe für Neuner

Andrea Henkel schaffte mit einem Sturmlauf von Platz 17 auf sechs als fünfte Deutsche die Olympianorm: "Das beruhigt. Das war der erste Wettkampf ohne Klops. Aber ich hoffe, ich bin bald mal bei der Siegerehrung dabei."

Auch nach ihrem zweiten Saisonrennen auf die Qualifikation für Vancouver warten muss die sechsmalige Weltmeisterin Neuner, die mit fünf Schießfehlern alle Chancen verschenkte. "Wenn ich zwei Wochen auf der Couch liege und nicht mal Schießen kann, kann man nicht erwarten, dass ich in die Weltspitze reinlaufe. Das war ein gutes, hartes Training, ich muss einfach Geduld haben", sagte Neuner. (DATENCENTER: Der Weltcup-Kalender)

Bachmann wieder in den Top 10

Bundestrainer Uwe Müssiggang wird im Staffelrennen am Sonntag auf "Gold-Lena" verzichten, zumal Tina Bachmann mit Platz zehn die erneut starke Bilanz von vier Deutschen unter den Top Ten komplettierte: "Lena braucht noch Zeit. Ansonsten wäre es schön, wenn es irgendwann mit dem Stockerl klappt."

Auch Doppel-Weltmeisterin Kati Wilhelm war als 18. enttäuscht.

Fünf Fahrkarten von Greis

Überhaupt keine Chance auf einen Platz in der Weltspitze hatten im 12,5-km-Jagdrennen einmal mehr die deutschen Männer, die sich durch Greis, Arnd Peiffer und Andreas Birnbacher auf den Plätzen 26 bis 28 blamierten.

Das Trio hatte fast zwei Minuten Rückstand auf den norwegischen Sieger Emil Hegle Svendsen, der einen dramatischen Dreikampf im Zielspurt vor Simon Eder (Österreich) und Vortagessieger Ole Einar Björndalen (Norwegen) für sich entschied.

Greis war vor allem über seine fünf Fehler am Schießstand enttäuscht und will im Staffelrennen am Sonntag zum ersten Mal aufs Podest.

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