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Magdalena Neuner hat nun ihr Olympia-Ticket für Vancouver in der Tasche © getty

Starkes Ergebnis beim Sprint in Pokljuka: Neuner belegt bei russischem Sieg Rang 3. Peiffer ist bester Deutscher bei den Herren.

Pokljuka - Magdalena Neuner hat als erste deutsche Biathleten im Olympiawinter den Sprung auf das Siegerpodest eines Solorennens geschafft.

Dank Sprintplatz drei beim Weltcup in Pokljuka erfüllte die sechsmalige Weltmeisterin zugleich die Olympianorm.

Tagessiege feierten in Slowenien die Russen Swetlana Slepzowa (7,5 km) sowie Iwan Tscheressow (10 km).

Kati Wilhelm und Simone Hauswald überzeugten auf den Rängen fünf sowie sieben. Arnd Peiffer wurde Neunter.

"Ich habe die Olympianorm geschafft und das Podium - ein super Tag für mich", sagte Magdalena Neuner mit strahlendem Lächeln im eisigen Schneetreiben.

Solide beim Schießen

"Ich habe schnell gemerkt, dass die Kraft zurück ist und die alten Beine wieder da sind. Ich habe gut gekämpft und ein richtig gutes Rennen abgeliefert."

Die 22-Jährige überzeugte mit erstklassiger Laufleistung und kam am Schießstand bei widrigen äußeren Bedingungen mit böigem Wind und schlechter Sicht mit zwei Fehlern diesmal glimpflich davon.

Neuner erleichtert

Am Ende erfüllte die Wallgauerin als sechste deutsche Skijägerin die Kriterien für Vancouver und rückte auch im Gesamtweltcup auf Platz 21 nach vorn (DATENCENTER: Der Weltcup-Kalender).

"Ich habe in den letzten Tagen versucht, den Druck von mir wegzuhalten, aber wenn du am Frühstückstisch sitzt und alle anderen haben schon die Norm, dann machst du dir halt doch deine Gedanken", erklärte Neuner nach dem Rennen.

Wilhelm "ziemlich platt"

"Zufrieden" mit Platz fünf zeigte sich Weltmeisterin Kati Wilhelm, die sich beim Schießen nur einen Fehler leistete, sich aber läuferisch noch nicht in Bestform präsentierte. "In der letzten Runde war ich schon ziemlich platt", sagte die Thüringerin aus Zella-Mehlis.

"Aber das Mannschaftsergebnis war heute sehr gut und gibt und Optimismus." Weltcup-Spitzenreiterin Helena Jonsson (Schweden) verpasste als 12. zum ersten Mal im Olympiawinter die Top ten.

Pfeiffer: "Glück des Tüchtigen"

"Heute hatte ich das Glück des Tüchtigem, hatte beim Schießen noch brauchbare Bedingungen und habe sie genutzt", sagte Arnd Peiffer nach seiner bislang besten Saisonleistung. "Auf der Schlussrunde hatte ich Krämpfe in den Waden. Da musste ich mich ziemlich quälen, um einigermaßen rumzukommen."

Einen Aufwärtstrend erkannte auch Michael Greis, der aber erneut beim Stehendschießen zweimal patzte und damit einen Platz unter den Top Ten vergab.

Am Sonntag (ab 12 Uhr LIVE) bestreiten die Biathleten an gleicher Stelle ihre letzten Jagdrennen des Jahres.

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