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Magdalena Neuner stand bereits im Alter von vier Jahren auf Alpinski © getty

Deutsche Festspiele auch in Ruhpolding? Magdalena Neuner ist wieder schmerzfrei und greift an. Die Staffel steht im Brennpunkt.

Ruhpolding - Laufwunder Magdalena Neuner ist wieder fit, die Kür der deutschen Biathleten beim Weltcup in dieser Woche in Ruhpolding scheint beschlossene Sache.

Nach Siegen von Simone Hauswald und Andrea Henkel in Oberhof soll vor knapp 100.000 erwarteten Fans im Chiemgau auch der Staffel-Express wieder ganz nach vorne laufen. (DATENCENTER: Der Weltcup-Kalender)

Dagegen klafft einen Monat vor den Olympischen Spielen im Männerteam hinter den formstarken Michael Greis und Arnd Peiffer eine beängstigende Lücke.

Neuner wieder fit

"Ich bin komplett schmerzfrei und fühle mich gut. Ich gehe davon aus, in Ruhpolding wieder angreifen zu können", sagte Magdalena Neuner. Eine Kernspintomografie ergab keine negativen Befunde an ihrem lädierten Rücken.

Die sechsmalige Weltmeisterin aus Wallgau war beim Aufwärmen vor dem Sprint in Oberhof ohne Ski ausgerutscht und musste den Jahreseinstand deshalb wegen einer Rückenblockade um eine Woche verschieben.

"Das wird für uns Trainer brutal schwer"

In der Chiemgau-Arena will sich die 22-Jährige durch einen guten Sprint am Mittwoch (17.25 Uhr LIVE) für einen Einsatz bei der zwei Tage später stattfindenden Olympiageneralprobe der Staffel empfehlen.

Bundestrainer Uwe Müssiggang würde Neuner, die im Olympiawinter bisher alle drei Staffelrennen verpasst hat, gerne einsetzen, um dann aus fünf Kandidatinnen möglichst fair die vier Besten für Vancouver auswählen zu können.

"Das wird für uns Trainer wieder brutal schwer, eine möglichst für alle akzeptable Konzeption zu finden", sagt Müssiggang. Neben den Oberhof-Siegerinnen Hauswald und Henkel sowie Neuner stehen die Stamm-Läuferinnen Martina Beck (Mittenwald) und Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) bereit.

Hauswald und Wilhelm erfolgssicher

"Ich will mich auch in Ruhpolding für olypische Einsätze empfehlen und werde Vollgas geben", sagt Vizeweltmeisterin Simone Hauswald (Gosheim).

"Ein Sieg in Ruhpolding fehlt noch in meiner Sammlung", sagt auch Weltmeisterin Kati Wilhelm selbstbewusst.

Müssiggang schürt die Angriffslust seiner Mannschaft: "Die Siege in Oberhof haben gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Die Mädchen können mit dem Druck, der von außen kommt, umgehen." (Siegerin Henkel untermauert ihre Ansprüche)

Hinter den Erwartungen

Das ist bei den Männern nur bedingt der Fall. Einzig Michael Greis (Nesselwang) und Arnd Peiffer (Oberhof) behaupteten sich in Oberhof als Zweiter bzw. Fünfter jeweils einmal in der unmittelbaren Weltspitze.

Der Rest rennt aktuell den eigenen Ansprüchen meilenweit hinterher. Vizeweltmeister Christoph Stephan (Oberhof) kam erst einmal in acht Rennen überhaupt unter jene besten 40, die Weltcup-Punkte erhalten. (Podest statt Pizza: Greis trotzt Sturmtief "Daisy")

Neun Strafrunden von Birnbacher

Ex-Weltmeister Andreas Birnbacher (Schleching) war im Massenstart am Thüringer Rennsteig wegen neun Strafrunden Vierter von hinten.

Olympiasieger Michael Rösch (Altenberg) ist wegen Formschwäche in den zweitklassigen IBU-Cup strafversetzt, und Routinier Alexander Wolf (Oberhof) jagte zuletzt ziemlich aussichtslos der Olympianorm hinterher.

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