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Magdalena Neuner gehört seit 2003 dem deutschen Nationalkader an © getty

Nach überstandener Rückenblockade hat sich Magdalena Neuner mit Platz drei im Sprint zurückgemeldet. Nun kämpft sie um Olympia.

Ruhpolding - Das Siegertreppchen mit Platz drei im Sprint gestürmt, die erträumte Olympia-Medaille fest im Visier.

Biathlon-Star Magdalena Neuner meldet sich in Ruhpolding nach glimpflich verlaufener Rückenblockade im Kreis der Vancouver-Favoriten zurück. In der 4x6-Kilometer-Staffel am Freitag (ab 17.20 LIVE) steht die sechsmalige Weltmeisterin bei ihrem Saisondebüt dennoch unter großem Druck.

Müssiggangs Luxusproblem

"Es ist die letzte Staffel vor Olympia und für mich die einzige Chance, mich zu empfehlen. Ich will in Vancouver unbedingt in der Staffel laufen und werde alles geben, damit Uwe nicht an mir vorbeikommt", sagte die 22-Jährige. (DATENCENTER: Der Weltcup-Kalender)

Bundestrainer Uwe Müssiggang hat in Neuner, Kati Wilhelm, Andrea Henkel, Martina Beck und Simone Hauswald ein Quintett absoluter Weltklasse-Skijägerinnen zur Verfügung. Und damit laut Neuner "ein Luxusproblem, denn er muss in Vancouver eine rauslassen. Aber ich bin nicht so schnell kleinzukriegen."

Neuners Pechsträhne

Dabei klebt das Pech der zierlichen Magdalena Neuner schon den zweiten Winter in Folge scheinbar an den Hacken. Zunächst fing sie sich beim letzten Vorbereitungslehrgang in Munio einen Virus ein und verpasste so den Weltcup-Auftakt in Östersund komplett.

Nach zwei Weltcup-Podestplätzen vor Weihnachten (2. und 3. in Pokljuka) erkältete sie sich und ließ die Staffel in Oberhof vorsichtshalber sausen.

Als dann im Oberhofer Sprint der Angriff auf den ersten Saisonsieg erfolgen sollte, rutschte Magdalena Neuner beim Warmlaufen so unglücklich aus, "dass ich mich tagelang kaum rühren konnte. Aber Gott sei Dank bin ich noch jung, und scheinbar heilt es da schneller. Jetzt habe ich alles überstanden. Da kann nix mehr kommen."

"Kribbeln ist schon da"

Bereits in den Jahren ihres unglaublichen Einstandes in der Weltelite mit jeweils dreimal WM-Gold 2007 in Antholz und 2008 in Östersund schwärmte Magdalena Neuner immer vom großen Ziel Olympia.

"Jetzt habe ich meine Einkleidung hinter mir, und Vancouver kommt immer näher. Natürlich denke ich oft daran, wie alles sein wird, und ein Kribbeln ist schon da", beschreibt die ehemals jüngste Weltmeisterin der Biathlon-Geschichte ihre Gefühle vier Wochen vor dem vorläufigen Karriere-Höhepunkt.

Bis dahin soll unbedingt noch der 14. Weltcup-Triumph her: "Ich habe läuferisch wieder die richtige Power, und wenn die Scheiben noch ein wenig besser umfallen, dann ist alles drin."

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