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Die zweimalige Staffel-Weltmeisterin Magdalena Neuner will wieder durchstarten © getty

Die Weltmeisterin gibt im Chiemgau ihr Staffel-Saisondebüt. Beim Sprint läuft Michael Greis wie schon in Oberhof aufs Podest.

Ruhpolding - Biathlon-Star Magdalena Neuner rückt beim Weltcup in Ruhpolding (ab 17.20 Uhr LIVE) erstmals im Olympiawinter in das deutsche Staffel-Quartett. (Neuner: "Ich bin so schnell nicht kleinzukriegen")

Die zweimalige Staffel-Weltmeisterin hatte die ersten drei Saisonrennen wegen gesundheitlicher Probleme auslassen müssen, sich im Chiemgau aber durch den dritten Platz im Sprint für einen Einsatz empfohlen.

Neben Neuner setzt Bundestrainer Uwe Müssiggang beim letzten Staffelrennen vor den Olympischen Spielen in Vancouver außerdem die Oberhof-Siegerin Andrea Henkel (Großbreitenbach), Martina Beck (Mittenwald) sowie Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) ein.

Damit läuft das deutsche Quartett in der Besetzung der WM-Triumphe 2007 und 2008. (DATENCENTER: Der Weltcup-Kalender)

Greis wieder voll auf der Höhe

Lokalmatador Michael Greis hat sich derweil als Dritter des Sprintweltcups in Ruhpolding im Kreis der Olympia-Favoriten etabliert.

Fünf Tage nach seinem zweiten Platz in Oberhof musste sich der 32-Jährige auf seiner Heimstrecke im 10-km-Sprint nur den beiden überragenden Norwegern Emil Hegle Svenden und Ole Einar Björndalen geschlagen geben.

Alexander Wolf (Oberhof) verpasste als 18. die interne Vancouver-Norm um drei Plätze.

"Freue mich über super Wettkampf"

"Ich freue mich über den super Wettkampf. Ich habe zweimal null geschossen. Das war richtig gut," sagte der von knapp 15.000 Zuschauer umjubelte Michael Greis.

"Ruhpolding ist mein Heimrennen, und gerade beim letzten Wettkampf auf der alten Runde vor dem Umbau nochmal aufs Podium zu laufen, macht mich sehr zufrieden. So viele Leute hier haben mir dabei geholfen. Denen konnte ich heute etwas zurückgeben."

Enttäuscht über die verpasste Olympianorm war dagegen Alexander Wolf.

Wolf enttäuscht

"Als ich ins Ziel stürzte, ahnte ich schon, dass der eine Schießfehler am Ende zu viel gewesen sein könnte. Leider ist das eingetroffen", sagte der Oberhofer.

"Aber ich bin nach langer Zeit wieder einmal mit meiner Leistung zufrieden und habe Selbstvertrauen getankt. Wenn ich in Antholz noch eine Chance erhalte, werde ich alles versuchen, um die Norm noch zu schaffen."

Immerhin hat Wolf bereits einen elften Platz (Östersund) zu Buche stehen und kann sich deshalb noch Hoffnungen auf ein Vancouver-Ticket machen.

"Sind in der richtigen Spur"

Christoph Stephan lieferte auf Platz 24 wenigstens seine zweitbeste Saisonleistung ab, Arnd Peiffer wurde 30.

"Die Saison ist bislang nicht nach unseren Erwartungen verlaufen", gab der Sportdirektor des Deutschen Skiverbandes (DSV), Thomas Pfüller, zu.

"Aber die Mannschaft hat in den letzten Wochen sehr gut trainiert und auch heute wieder einen Aufwärtstrend im läuferischen Bereich nachgewiesen. Wir sind in der richtigen Spur und vertrauen auf die Erfahrung unserer Trainer, die zum Saisonhöhepunkt Olympia eine starke Mannschaft präsentieren werden."

Svendsen siegt

Im Duell der norwegischen Erzrivalen sicherte sich Emil Hegle Svendsen seinen mit 10.000 Euro Prämie belohnten dritten Saisonsieg und den 13. der Karriere durch eine furiose Schlussrunde, auf der er Ole Einar Björnalen überholte und am Ende mit 3,2 Sekunden Vorsprung bezwang.

"Ich war zu müde. Und Emil war einfach besser", sagte der ausgepumpte Superstar anschließend.

Grund zum Jubel in der Chiemgau-Arena am Zirmberg hatten auch die Gastgeber, die aus den Händen von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer einen Fördermittelbescheid in Höhe von 14,4 Millionen Euro erhielten.

Damit steht dem nach dem Weltcup beginnenden Umbau des Stadions für die WM 2012 nichts mehr im Wege.

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