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Magdalena Neuner gewann bei Olympia Gold in der Verfolgung und dem Massenstart © getty

Die Doppel-Olympiasiegerin belegt beim Verfolgungsrennen Platz zwei und vergrößert ihren Vorsprung in der Gesamtwertung.

Kontiolahti - Doppel-Olympiasiegerin Magdalena Neuner hat ihren 19. Weltcup-Sieg nur knapp verpasst, ihren Vorsprung in der Gesamtwertung aber weiter ausgebaut.

Die 23-Jährige belegte beim Verfolgungs-Rennen im finnischen Kontiolahti Platz zwei hinter der Weißrussin Darja Domratschewa, die am Samstag schon im Sprint ganz vorne gelegen hatte.

Neuner musste dreimal in die Strafrunde und hatte letztlich 12,1 Sekunden Rückstand auf die Siegerin, die nur einen Fehler schoss.

Im Gesamtweltcup liegt Neuner jetzt 32 Punkte vor der Schwedin Helena Jonsson, die Neunte wurde.

Jonsson will kämpfen

Zudem hat Neuner schon vor dem letzten Rennen in Oslo erstmals die Verfolgungswertung im Weltcup gewonnen. "Die kleine Kristallkugel zum Anfang ist schön, vielleicht kommt die große ja noch dazu", sagte sie.

Den Kampf um die große Kugel hat Konkurrentin Jonsson nicht aufgegeben. "Ich hoffe, dass ich Magdalena noch schlagen kann. Aber es wird schwer", weiß die Schwedin.

Starkes Mannschaftsergebnis

Das starke deutsche Teamergebnis komplettierten Simone Hauswald (Gosheim), Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) und Andrea Henkel (Großbreitenbach) auf den Plätzen drei, sechs und acht.

Frauen-Cheftrainer Uwe Müssiggang bilanzierte nach den ersten nacholympischen Rennen zufrieden: "Die Mädchen haben die Belastungen der Spiele und den Stress danach überraschend gut verkraftet."

Schwache Männer

Dagegen trübte das erneut schwache Abschneiden der Herren das Bild. An der enttäuschenden Bilanz der bei Olympia medaillenlosen Skijäger änderte auch Arnd Peiffers starker Auftritt mitseiner zweiten Top-Ten-Platzierung in Kontiolahti nichts mehr.

Der 22-Jährige belegte nach Rang vier am Vortag den neunten Platz.

Seine gute Ausgangsposition beim Verfolgungsrennen konnte Peiffer nicht zum Sprung auf das Podium nutzen. Als Vierter des Sprints ins Rennen gegangen, fiel er nach drei Schießfehlern aber noch fünf Plätze zurück. Dennoch war Peiffer damit bester Deutscher.

Birnbacher macht 26 Plätze gut

Simon Schempp lief von Rang 15 auf Platz zwölf vor, Andreas Birnbacher machte 26 Plätze gut und wurde 23.

"Ich bin überzeugt, dass diese Mannschaft nicht so schlecht ist, wie sie gemacht wird", sagte Bundestrainer Frank Ullrich. Der Coach kritisierte zugleich seine Routiniers um den dreimaligen Turin-Olympiaisieger Michael Greis, der als 78. des Sprints an der Verfolgung am Sonntag nicht mal teilnehmen durfte.

"Die jüngeren Athleten sind gelöster, zielstrebig und ehrgeizig. Die, die vorne stehen, kommen nicht mit dem Belastungsdruck zurecht", sagte er.

Schießtrainer für Nachwuchs und Weltcup-Athleten

Vor allem das Schießen bereitet dem Noch-Bundestrainer Kopfzerbrechen. Im Sprint schossen seine sieben Läufer 17 "Fahrkarten", in der Verfolgung waren es bei fünf Startern 19 Fehlschüsse.

Ullrich will deshalb "im Nachwuchsbereich" einen Schießtrainer engagieren, "den man gerne mal im Spitzenbereich integrieren kann".

Das ist ganz offensichtlich auch notwendig.

Premiere für Fourcade

Der Franzose Martin Fourcade feierte seinen ersten Weltcup-Sieg vor Christian de Lorenzi (Italien) und seinem Teamkollegen Vincent Jay.

Olympiasieger Björn Ferry (Schweden) war nicht am Start.

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