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Arnd Peiffer und die Staffel sichert sich einen Platz auf dem Podest
Arnd Peiffer wurde bei den Olympischen Spielen 37. im Sprint © getty

Die Deutschen laufen im 10-km-Sprint beim Weltcup-Finale erneut am Podium vorbei. Der Russe sichert sich den vierten Saisonsieg.

Chanty-Mansijsk/München - Als Mannschaft wären sie diesmal stark gewesen, doch im vorletzten Einzel-Rennen dieser Saison hat es für die deutschen Biathleten wieder nicht für den Sprung auf das Siegertreppchen gereicht.

Bester war Arnd Peiffer auf Rang sechs, zu Rang drei fehlten ihm im Sprintrennen über 10 km beim Weltcup-Finale im russischen Chanty-Mansijsk nur 10,1 Sekunden. "Ich bin vollkommen zufrieden", sagte Peiffer.

Auch zwei weitere Deutsche durften zufrieden sein.

Simon Schempp, am vergangenen Sonntag in Oslo beim Jagdrennen über 12,5 km sensationell Zweiter, kam mit einem hervorragenden siebten Platz endgültig in der Weltspitze an.

Tscheressow siegt ungefährdet

In Andreas Birnbacher schaffte es auf Rang neun noch ein dritter Deutscher unter die ersten Zehn.

Die vierte Saison-Platzierung der deutschen Biathlon-Männer auf dem "Stockerl" war aber außer Reichweite.

Iwan Tscheressow aus Russland gelang im WM-Ort von 2011 schon sein vierter Weltcup-Erfolg in dieser Saison.

Er gewann mit 13,8 Sekunden Vorsprung vor Christian De Lorenzi aus Italien, rang drei belegte Andrej Derysemlja aus der Ukraine.

Entscheidung im Gesamtweltcup vertagt

20-km-Olympiasieger Emil Helge Svendsen aus Norwegen wurde Achter und sicherte sich damit den Sprint-Weltcup.

Zwischen Svendsen und dem Österreicher Christoph Sumann entscheidet sich am Samstag der Gesamtweltcup.

Peiffer musste nach einem guten Rennen für seinen einzigen Fehler büßen: Die "Fahrkarte", die er im Liegendschießen abfeuerte, kostete ihn eine Spitzenplatzierung.

Zufriedener Peiffer

Nach den schwachen Leistungen in Oslo war er mit seinem Rennen aber erkennbar zufrieden.

"Ich bin Vollgas losgelaufen, habe es außerdem geschafft, zu meiner alten Schießstärke zurückzufinden und konnte das Tempo gut durchhalten", sagte Peiffer.

Während es für die deutschen Männer nur noch um ein wenig Kosmetik am Ende einer verkorksten Saison ohne Sieg und Medaille bei Olympia geht, gerät die Entscheidung um den Gesamtweltcup zu einem Wimpernschlagfinale.

Christoph Sumann schloss mit Rang vier zunächst zum führenden Svedsen auf - beide haben nun 801 Punkte.

Svendsen: "Spannender gehts nicht"

Aufgrund der Streichresultate muss der Österreicher aber in der Tat sechs Punkte auf den Norweger gutmachen. Das letzte Rennen entscheidet.

"Spannender gehts nicht", sagte Svendsen deshalb vor dem Massenstart-Rennen über 15 km, dem 25. und letzten Wettbewerb der Weltcup-Saison.

Der Gewinn der kleinen Kristallkugel für den Besten im Sprint interessierte den 24-jährigen Skandinavier dabei nur am Rande:

"Ich habe mich auf den großen Pokal konzentriert", sagte er nach seinem achten Rang. Gleiches gilt für Sumann. Seine Prognose: "Das wird ein großer Showdown am Samstag."

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