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Magdalena Neuner wartet weiter auf ihr erstes Einzelpodium in dieser Saison © getty

Das Laufwunder liegt bei der Verfolgung schon vorn, vergibt beim Schießen aber alle Chancen. Die Männer verpassen das Podium.

Hochfilzen - Mit sieben Fehlern auf Platz sieben:

Magdalena Neuner stürmte wie entfesselt durch das Schneetreiben von Hochfilzen, verballerte aber am Schießstand den Sieg im Jagdrennen.

Einen Tag nach dem überlegenen Staffel-Triumph wurde der Biathlon-Olympiasiegerin trotz zwischenzeitlicher Führung sowie bester Laufzeit wieder die alte Schwäche beim Schießen zum Verhängnis. (DATENCENTER: Wintersport-Ergebnisse)

Bei der viertplatzierten Männern-Staffel überzeugte nur Schlussläufer Michael Greis. Den Sieg sicherten sich einmal mehr die "außerirdischen" Norweger.

Neuner: "Mit Wind nicht zurechtgekommen"

"Die Sieben ist anscheinend meine Zahl. Im Sprint hatte ich die Nummer 77 und bin Siebte geworden. Jetzt bin ich mit sieben Fehlern wieder Siebte", sagte Neuner und rang sich im Winterwunderland Hochfilzen ein Lächeln ab.

Sie ergänzte: "Am Schießstand hatte ich meine Problemchen. Ich bin mit dem Wind nicht zurechtgekommen."

Im Ziel hatte Neuner, die vor dem zweiten Schießen in Führung lag und durch ihre Patzer einen Kilometer zusätzlich laufen musste, 1:53,8 Minuten Rückstand auf Siegerin Helena Ekholm.(VOTING: Die Sportler 2010)

Standpauke für deutsche Damen

Die Schwedin setzte sich vor Kaisa Mäkäräinen aus Finnland und der Weißrussin Darja Domratschewa durch. Andrea Henkel (Großbreitenbach) als Elfte und Kathrin Hitzer (Gosheim) als 18. liefen in die Top 20.

Von Bundestrainer Gerald Hönig bekamen die Frauen nach der indiskutablen Schießleistung eine ordentliche Standpauke. "34 Fehler sind einfach zu viel. Da müssen wir drüber reden", sagte Hönig.

Die Trainer Hönig und Ricco Groß hatten vorher noch mit den Frauen ausgemacht: "Bei jedem Nuller laden wir zum Essen ein, bei drei oder mehr Fehlern müssen die Mädels zahlen. Wenn wir aber jetzt darauf bestehen, nehmen wir gewaltig zu."

Greis: "Mit blauem Auge davongekommen"

Im Staffelrennen der Männer musste sich der überragende Schlussläufer Michael Greis im Spurt um Platz drei den Franzosen um 1,7 Sekunden geschlagen geben.

"Es wäre noch mehr drin gewesen, aber ich war beim Schießen ein bisschen zu aggressiv. Wir sind noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen", sagte Greis, der im dichten Schneetreiben zudem über schlechte Ski klagte.

Vor dem letzten Wechsel hatte das Quartett mit Christoph Stephan (Oberhof), Simon Schempp (Uhingen), Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) und Greis (Nesselwang) nur auf Platz sechs gelegen.

Den Sieg sicherten sich die überragenden Norweger mit 53,1 Sekunden Vorsprung auf Österreich sowie 3:28,8 Minuten auf Frankreich.

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