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Magdalena Neuner gewann bei WM und Olympia insgesamt neun Goldmedaillen © getty

Magdalena Neuner und ihre DSV-Kollegen schwächeln erneut am Schießstand. Gössner braucht im Ziel ärztliche Hilfe.

Pokljuka - Jeder fünfte Schuss eine Niete: Mit insgesamt 53 Fehlschüssen bei der Wind-Lotterie im slowenischen Pokljuka haben die deutschen Biathleten ihre durchwachsenen Weltcup-Vorstellungen in der nach-olympischen Saison nahtlos fortgesetzt.

Doppel-Olympiasiegerin Magdalena Neuner verfehlte trotz Laufbestzeit mit vier Fehlern als Achte über die 15 km im Einzel den angestrebten Podestplatz.(Neuner als Vamp in Dessous)

Andreas Birnbacher verpasste über die 20 km als Elfter den Sprung in die Top 10.

Neuner schafft nur Schadensbegrenzung

"Das war heute mittelmäßig. Mit dem Laufen bin ich natürlich zufrieden, aber drei Schießfehler waren unnötig. Ich bin trotzdem überrascht, dass es schon so gut läuft", sagte Neuner.

Damen-Trainer Gerald Hönig ärgerten vor allem die vielen Fehler beim letzten Schuss: "Das ist eine Konzentrationssache, daran müssen wir arbeiten. Die Laufleistung von Lena ist eine Schadensbegrenzung", sagte Hönig.

Schwindelgefühl bei Gössner

Das Rennen in Pokljuka gewann die norwegische Olympiasiegerin Tora Berger mit 1,8 Sekunden Vorsprung vor der im Gesamtweltcup führenden Finnin Kaisa Mäkäräinen (1 Fehler) und Marie Laure Brunet (Frankreich/0). (VOTING: Die Sportler 2010)

Andrea Henkel (3 Fehler) verpasste als 12. die Top 10. Miriam Gössner musste sich nach sieben "Fahrkarten" mit Platz 51 zufrieden geben und musste nach dem Zieleinlauf kurz behandelt werden ("Mir war schwindelig. Ich habe die Augen nicht mehr aufbekommen"), auch Henkel "war kaputt".

Auch Norweger Wind-Opfer

Bei den Männern beendete der Österreicher Daniel Mesotitsch auf seiner "Lieblingsstrecke" die norwegische Siegesserie.

Die Skandinavier, die zuvor einschließlich der Staffel in Hochfilzen alle sechs Weltcup-Rennen gewonnen hatten, wurden ebenfalls Opfer der wechselnden Winde am Schießstand.

Hinter Mesotitsch belegten der Schweizer Benjamin Weger und Sergej Sednew (Ukraine) die Plätze zwei und drei. (DATENCENTER: Wintersport-Ergebnisse)

Greis hadert mit Skiern

"Wir hatten den Athleten geraten, auf die großen Fahnen zu achten. Aber es ist wahnsinnig schwierig, so konzentriert zu sein", sagte Bundestrainer Mark Kirchner.

Der dreifache Turin-Olympiasieger Michael Greis haderte aber nicht nur mit seinen vier Schießfehlern: "Meine Ski waren nicht gut. Es tut weh zu sehen, wie die anderen an einem vorbeiziehen. Das ist hart für den Kopf. Über den ersten Fehler habe ich mich so geärgert, da war die Spannung raus.

Greis landete letztlich auf Platz 32.

Peiffer überforfert

Arnd Peiffer, als 23. immerhin zweitbester Deutscher, war enttäuscht.

"Ich hatte Probleme mit dem Wind und war beim zweiten Schießen überfordert. Das hat mir das Genick gebrochen, es ist bitter."

Einziger Lichtblick in der deutschen Mannschaft war Daniel Böhm, der für den derzeit pausierenden Simon Schempp ins Team gerutscht war.

Stephan zwickt's im Rücken

Der 24-Jährige lag bis zum letzten Schießen mit nur zwei Fehlern noch gut im Rennen, leistete sich dann allerdings auch drei "Fahrkarten" und fiel noch auf Platz 39 zurück.

Einen Platz hinter Böhm landete Alexander Wolf (5 Fehler) auf Position 40. Christoph Stephan (6) musste kurz vor Schluss mit Rückenproblemen aufgeben.

Am Samstag stehen die Sprints bei Männern (11.15 Uhr im LIVE-TICKER) und Frauen (14 Uhr im LIVE-TICKER) auf dem Programm. Abgeschlossen wird der Weltcup in Pokljuka am Sonntag mit der Mixed-Staffel.

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