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Peiffer gewann im Januar 2010 in Antholz (Italien) den Sprint-Weltcup © getty

Der DSV-Athlet glänzt nach dem Staffel-Sieg in Oberhof auch solo - zittert am Ende aber dennoch. Greis kommt mit blauem Auge davon.

Oberhof - Mit seinem Sturm aufs Podest verwandelte Arnd Peiffer die Rennsteig-Arena in Oberhof in ein Tollhaus.

Der 23-Jährige aus Clausthal-Zellerfeld sicherte sich vor 17.500 begeisterten Zuschauern im 10-km-Sprint den zweiten Platz.

Peiffer lag 16,7 Sekunden hinter dem im Gesamtweltcup führenden Norweger Tarjei Bö (beide 1 Fehler) und feierte damit seinen fünften Podiumsplatz im Weltcup. Dritter wurde der fehlerfreie Tscheche Michal Slesinger (DATENCENTER: Wintersport-Ergebnisse).

"Es macht Spaß vor so einer Kulisse eine solche Leistung zu zeigen. Ich hatte schon nach der Staffel das Gefühl, vorne mitlaufen zu können. Und wenn es läuft, dann läuft's", sage Peiffer.

Peiffer löst WM-Ticket

Zugleich sicherte er sich als dritter deutscher Biathlet nach Michael Greis (Nesselwang) und Andreas Birnbacher (Schleching) das Ticket für die WM im März im russischen Chanty Mansijsk.

Greis, der im Sprint im slowenischen Pokljuka mit Platz drei für den ersten deutschen Podestplatz in diesem Winter gesorgt hatte, leistete sich drei Schießfehler, schob sich aber mit einer starken Laufleistung auf Rang elf.

Christoph Stephan (Oberhof/2 Fehler), Alexander Wolf (Oberhof/4 Fehler), Birnbacher (4 Fehler) und Simon Schempp (Uhingen/3 Fehler) landeten im geschlagenen Feld.

"Eine tadellose Leistung"

"Eine tadellose Leistung. Respekt vor Arnd", sagte Männer-Trainer Mark Kirchner: "Wir haben schon in der Staffel gezeigt, dass wir mithalten können. Auch wenn es keiner glauben wollte."

Richtig laut wurde es in der Nebelsuppe Rennsteigarena zum ersten Mal, als Peiffer als erster deutscher Starter ins Rennen ging.

Und Peiffer, der zur Oberhofer Trainingsgruppe gehört, ließ mit seiner fehlerfreien Leistung im Liegendschießen die Stimmung weiter hochkochen.

Wie bereits in der Staffel zeigte Peiffer auch in der Loipe eine eindrucksvolle Vorstellung und legte dort den Grundstein für Platz zwei.

Fußball statt Ski und Gewehr

Peiffer, der über die Feiertage das Gewehr mal in die Eckte gestellt und sich die Motivation beim Fußball spielen geholt hatte, kam mit den schwierigen Bedingungen am Schießstand bestens zurecht.

"Es kam beim Liegendschießen Nebel rein, da habe ich ein bisschen Glück gehabt. Im Stehend bin ich ein bisschen nach links gegangen, da war die Sicht okay", sagte Peiffer.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Greis kommt mit blauem Auge davon

Auch Greis fand die Bedingungen alles andere als einfach. Deshalb freute er sich letztlich auch darüber, "dass ich mit einem blauen Auge davongekommen bin".

Immerhin überzeugte Greis, der sich im Gesamtweltcup auf Platz vier schob, im Gegensatz zu den anderen deutschen Startern in der Loipe.

Da zitterte Peiffer bereits in der Kabine. Nicht vor der Konkurrenz, sondern vor Angst, dass "das Rennen noch wegen Nebels abgsagt wird".

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