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Magdalena Neuner gewann bei Olympia in Vancouver zwei Gold-Medaillen © getty

Dank einer starken Laufleistung sichert sich die 23-Jährige Platz zwei. Auch Henkel läuft aufs Podest. Eine Norwegerin siegt.

Oberhof - Spielverderberin Ann Kristin Flatland verhinderte einen deutschen Doppelsieg beim Biathlon-Weltcup in Oberhof und damit eine Fortsetzung der Festwoche in Schwarz-Rot-Gold.

Nur 5,7 Sekunden hinter der norwegischen Siegerin landete Doppel-Olympiasiegerin Magdalena Neuner vor 23.000 Zuschauern im Sprint über 7,5 km auf Platz zwei vor Lokalmatadorin Andrea Henkel. (DATENCENTER: Wintersport-Ergebnisse).

"Ich habe ein gutes Rennen gemacht. Ich war besser drauf und nicht ganz so nervös wie zuletzt. Die Bedingungen waren sehr schwer, und die letzte Runde war nur noch Vollgas, deshalb bin ich ziemlich kaputt", sagte Neuner.

Wie schon beim Sprintsieg im slowenischen Pokljuka musste die 23-Jährige aus Wallgau zweimal in die Strafrunde, Siegerin Flatland und Henkel patzten dagegen nur einmal. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Hitzer und Buchholz stark

Kathrin Hitzer (Gosheim/1 Fehler) machte das starke deutsche Ergebnis mit Platz 14 perfekt, Sabrina Buchholz (Oberhof/1 Fehler) landete auf Rang 16.

Tina Bachmann (Schmiedeberg/5 Fehler/34.) und Miriam Gössner (Garmisch/6 Fehler/43.) enttäuschten dagegen.

Sehr zufrieden war Henkel, die nur zehn Fußminuten vom Stadion am Grenzadler entfernt wohnt: "Wenn man gut schießt, kann man auch langsamer laufen. Es ist schön für mich, vor allem hier in Oberhof, wo meine Familie dabei ist. Es war mein Ziel, auf das Podest zu laufen", sagte die 33-Jährige.

Henkel glänzt beim Schießen

Henkel zeigte ihre ganze Klasse und Erfahrung bereits beim Liegendschießen, als sich nach dem ersten Treffer noch einmal die Einstellung an ihrem Gewehr änderte.

"Da ist der Wind reingekommen, und ich habe auf die Einstellung wie beim Anschießen gedreht", sagte Henkel. Frauen-Trainer Gerald Hönig war begeistert: "Das hat sie stark gemacht."

Neuner jagt Bestzeit

Im Ziel musste Henkel dann mitanschauen, wie Neuner trotz eines zweiten Fehlers im Stehendschießen die Bestzeit der Lokalmatadorin jagte.

"Ich war bereits in der Umkleidekabine. Dort kann man aus dem Fenster schauen, und ich habe gesehen, dass das eine knappe Sache wird", sagte Henkel.

Spannendes Finale

Während Neuner Sekunde um Sekunde auf Henkel gutmachte, wurde sie selbst von Flatland gejagt.

Nach dem zweiten Schießen lag die Norwegerin noch 5,6 Sekunden hinter Henkel, aber auch sechs Sekunden vor Neuner.

Letztlich zogen beide noch an Henkel vorbei, mit dem besseren Ende für Flatland, die nach ihrem Landsmann Tarjei Bö für den zweiten norwegischen Sprintsieg in Oberhof sorgte.

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