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Magdalena Neuner gewann bei den Olympischen Spielen in Vancouver zwei Goldmedaillen © getty

Neuner hat am Schießstand und in der Loipe Probleme und verpasst erstmals die Top Ten. Henkel schafft einen Podiums-Hattrick.

Ruhpolding - Schlecht gezielt und hart gefallen: Magdalena Neuner erwischte im Einzel über 15 Kilometer beim Weltcup in Ruhpolding einen rabenschwarzen Tag.

Nach vier Schießfehlern und einem Sturz stand sie am Ende im strömenden Regen reichlich bedröppelt da.

Die deutsche Ehre rettete Andrea Henkel auf Platz zwei. Gerade mal 14,2 Sekunden fehlten ihr zum Sieg, den sich die Russin Olga Saizewa sicherte. (DATENCENTER: Wintersport-Ergebnisse)

Andrea Henkel war dennoch mehr als happy, schließlich stand sie zum dritten Mal in Folge auf dem Treppchen.

Neuner befürchtet "blauen Fleck"

"Ich habe mich auf den Hintern gesetzt. Es ist aufgeschürft. Das gibt einen dicken, blauen Fleck. Heute hat es nicht viel Spaß gemacht", sagte Neuner, die sich aber auch über ihre vier Fehler am Schießstand ärgerte.

Da reichte auch die wieder einmal starke Laufleistung nicht, um sich in der Spitzengruppe zu platzieren.

Zum ersten Mal in diesem Winter schaffte Magdalena Neuner als 16. nicht den Sprung unter die Top Ten. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Fünfter Schuss verfehlt Ziel

Bereits im ersten Schießen gab Neuner alle Chancen aus der Hand.

Der fünfte Schuss ging völlig ungewöhnlich für das Trefferfeld unten links vorbei. Danach quälte sich die Sprint-Siegerin von Pokljuka durch die Loipe, das Podest hatte sie längst aus den Augen verloren.

Henkel, die in Oberhof im Sprint Dritte geworden und anschließend im Massenstart auf Platz zwei gelaufen war, demonstrierte ihre Klasse wieder einmal im Schießstand.

Henkel sichert Platz zwei ab

"Die beiden letzten Schießen waren etwas langsamer. Auf der letzten Runde wusste ich, dass ich den Rückstand nicht mehr aufholen kann und habe den zweiten Platz abgesichert", sagte Henkel, die sich auf Position vier im Gesamtweltcup nach vorne schob.

Dritte in Ruhpolding wurde die Schwedin Helena Ekholm.

"Das hat sie klasse gemacht", sagte Frauen-Trainer Gerald Hönig über Henkels Vorstellung. Aber auch mit der gesamten Mannschaftsleistung konnte Hönig sehr zufrieden sein.

Sabrina Buchholz schaffte als 13. das halbe WM-Ticket. Die Oberhoferin ist die einzige deutsche Top-Athletin, die die Qualifikation für die WM in Chanty Mansijsk noch nicht in der Tasche hat.

Gössner mit bester Laufleistung

Auch Ersatzläuferin Juliane Döll (Oberhof) kassierte nur eine Strafminute und landete hinter Neuner auf Rang 17.

Miriam Gössner (Garmisch) verpasste eine gute Platzierung trotz der besten Laufzeit im gesamten Feld mit sechs Fehlern am Schießstand.

"Ich habe um jeden Schuss gekämpft. Die Fehler waren wie immer bei mir sehr knapp", sagte Gössner. Tina Bachmann (Schmiedeberg/fünf Fehler) wurde 20.

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