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Michael Greis gewann 2006 in Turin drei olympische Goldmedaillen © getty

Zwei Schieß-Patzer kosten Michael Greis nach herausragender Laufleistung einen möglichen Coup - ähnlich läuft es für Peiffer.

Ruhpolding - Liegend hui, stehend pfui:

Die deutschen Skijäger haben beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding im Sprint mit einer desolaten Vorstellung im Stehendschießen den möglichen Sieg leichtfertig aus der Hand gegeben.

Einzig Michael Greis, der zusammen mit Arnd Peiffer und Alexander Wolf nach dem Liegendschießen das Klassement angeführt hatte, schaffte es beim Sieg des Norwegers Lars Berger als Siebter in die Top Ten. (DATENCENTER: Wintersport-Ergebnisse)

Hinter Berger landeten der Franzose Martin Fourcade und der Russe Iwan Tscheressow auf dem Podest.

Kirchner flüchtet sich in Ironie

Männer-Trainer Mark Kirchner flüchtete sich nach dem Rennen in Ironie: "Wir nehmen das Tableau nach dem Liegendschießen, das Stehendschießen war heute nicht unser Freund. Sie sind sehr aggressiv ins Rennen gegangen. Das war der Knackpunkt", sagte Kirchner.

Sein großes Kämpferherz stellte Greis unter Beweis, der zweimal im Stehendschießen patzte, in der Lopie aber überzeugte und zum sechsten Mal in diesem Winter unter die besten Zehn lief.

"Wollte etwas riskieren, um die Norweger zu schlagen"

"Ich habe heute ein ganz gutes Rennen abgeliefert. Die zwei Fehler im Stehend waren schade, aber ich wollte heute etwas riskieren, um die Norweger zu schlagen", sagte Greis.

"Es ist ein bisschen schade. Im Stehendschießen vermasseln wir das Rennen", sagte Peiffer. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Fahrkarten werfen Peiffer zurück

Der 23-Jährige aus Claustahl-Zellerfeld führte das Feld nach dem ersten Schießen knapp vor Wolf und deutlich vor der Konkurrenz an. Dann schoss er zwei Fahrkarten und fiel am Ende auf Platz 13 zurück.

Noch schlimmer erwischte es Wolf, der gleich viermal daneben schoss. "Das ist ärgerlich. Stehend ist eigentlich mein starker Anschlag. Ich habe in der zweiten Runde sogar etwas Gas rausgenommen, damit genau das nicht passiert", sagte Wolf, der 59. wurde.

Böhm als Lichtblick - Stephan verpasst WM-Ticket

Für einen Lichtblick sorgte Daniel Böhm. Der 24-Jährige, der als Ersatzmann für Simon Schempp an den Start gegangen war, leistete sich nur einen einzigen Fehler und ergatterte sich als Zwölfter nicht nur Weltcup-Punkte, sondern auch die halbe Norm für die WM-Qualifikation.

Das WM-Ticket erneut verpasst hat dagegen Christoph Stephan, der ebenfalls nach dem Stehendschießen zweimal in die Strafrunde musste und als 24. sechs Plätze vor Toni Lang (3 Fehler) landete.

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