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Andrea Henkel ist sechsfache Goldmedaillen-Gewinnerin bei Olympischen Spielen © imago

Andrea Henkel muss bei der Verfolgung in Ruhpolding nur Eine ziehen lassen. Magdalena Neuner leistet sich zu viele Schießfehler.

Ruhpolding - Hauptrolle für Andrea Henkel, Magdalena Neuner nur Nebendarstellerin.

Bei den Biathlon-Festspielen in der neuen Chiemgau-Arena von Ruhpolding stahl Henkel mit drei zweiten Plätzen Doppel-Olympiasiegerin Neuner die Show.

Wie am Samstag musste sich Henkel bei der Verfolgung über zehn Kilometer nur der Norwegerin Tora Berger geschlagen geben.

Nach der Zieldurchfahrt strahlte die 33-Jährige über das ganze Gesicht: Noch nie stand die 33-Jährige in Ruhpolding auf dem Podest, jetzt feierte sie bei der Generalprobe für die WM im kommenden Jahr den "Vize-Hattrick".

"Habe mich müde gefühlt"

"Ich habe mich heute müde gefühlt. Ich habe gewusst, dass ich an Tora nicht mehr ran komme. Aber ich bin ziemlich zufrieden mit meinen zweiten Plätzen", sagte Henkel.

Bis zum dritten Schießen liefen und schossen Olympiasiegerin Berger und Henkel parallel, dann leistete sich Henkel ihren ersten Fehler und fiel entscheidend zurück.

Auch als Berger im letzten Stehendanschlag einmal patzte, konnte die 33-Jährige die Chance nicht nutzen und musste ebenfalls einmal in die Strafrunde. Für Henkel war es der vierte zweite Platz in Folge.

Doppel-Olympiasiegerin Magdalena Neuner war als Dritte gestartet und landete nach vier Fehlern auf Platz acht. "Es ging nicht mehr, ich hatte keine Kraft und war froh, als ich über der Ziellinie war", sagte Neuner.

Die 23-Jährige lag lange auf Rang drei, leistete sich im letzten Schießen aber zwei "Fahrkarten" und vergab damit die Chance auf einen Podestplatz.

Bundestrainer Müssiggang zufrieden

Dritte wurde die im Gesamtweltcup führende Finnin Kaisa Mäkäräinen. Miriam Gössner, Kathrin Hitzer, Tina Bachmann und Sabrina Buchholz verpassten die Top 15 deutlich. (DATENCENTER: Wintersport-Ergebnisse)

Bundestrainer Uwe Müssiggang, seit diesem Winter für Herren und Damen zuständig, zeigte sich zufrieden: "Ich bin mit der Leistung der gesamten Mannschaft sehr zufrieden. Wir haben geschlossen unter Beweis gestellt, dass wir in der Lage sind, vorne anzugreifen."

Bei insgesamt fünf Podestplätzen fehlte in Ruhpolding lediglich ein Sieg als absolute Krönung.

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