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Michael Greis holte 2006 Olympia-Gold in Einzel, Massenstart und Staffel © getty

Michael Greis bleibt fehlerlos, muss aber auf der letzten Runde die besten Zwei ziehen lassen. Ein Teamkollege sichert das WM-Ticket.

Ruhpolding - Michael Greis hat ein Ausrufezeichen gesetzt und ist beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding in der Verfolgung über 12,5 km auf Platz drei gestürmt. (DATENCENTER: Wintersport-Ergebnisse)

Der dreifache Olympiasieger von Turin schoss fehlerfrei und musste sich vor 26.000 Zuschauern in der Chiemgau-Arena nur dem ebenfalls fehlerfreien Schweden Björn Ferry und dem Franzosen Martin Fourcade geschlagen geben.

Sprint-Sieger Lars Berger (Norwegen) leistete sich in Führung liegend im letzten Stehendschießen drei Fehler und fiel auf Rang sechs zurück.

Böhm erfüllt WM-Norm

"Ich hatte Ferry die ganze Zeit im Nacken und bin ihn einfach nicht losgeworden", sagte Greis."Am Ende hat mir die Kraft gefehlt, und ich konnte ihm nicht mehr folgen."

Obwohl ihn sein Trainer Fritz Fischer stimmgewaltig den letzten Anstieg hochgejagt hatte: "Fritz hat sich so einen Podiumsplatz gewünscht. Es war wichtig, dass er mich so gepuscht hat."

Teamkollege Daniel Böhm sicherte sich im Foto-Finish gegen Olympiasieger Vincent Jay aus Frankreich Platz 15 und damit das Ticket für die WM im russischen Chanty Mansijsk (3. bis 13. März).

Der 24-Jährige, der nur als Ersatzmann für den erkrankten Andreas Birnbacher in Ruhpolding an den Start gegangen war, war bereits im Sprint Zwölfter geworden.

"Ich bin super zufrieden. Über die WM-Norm habe ich mir überhaupt keine Gedanken gemacht", betonte Böhm. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

"Zuletzt etwas das Vertrauen verloren"

Christoph Stephan hat nach der Verfolgung das halbe Ticket für Chanty in der Tasche.

Der Oberhofer stürmte von Rang 24 mit einem fehlerfreien Schießen bis auf Rang neun vor und verpasste damit nur um einen Platz die direkte Qualifikation.

"Das ist mir total egal. Wichtig ist, dass ich viermal Null geschossen habe. Zuletzt hatte ich schon ein bisschen das Vertrauen verloren", gab Stephan zu.

Arnd Peiffer rundete als 17. den starken Auftritt der deutschen Männer ab.

Männer-Trainer Mark Kirchner freute sich über das gute Mannschaftsergebnis: "Das war heute ein Ergebnis, wie wir es uns wünschen. Nach dem guten halben Sprint haben wir gezeigt, dass wir auch über eine ganze Renndistanz in der Lage sind, um die Toplätze mitzulaufen."

Das sei ein toller Abschluss der Ruhpolding-Woche, so Kirchner.

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