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Andrea Henkel (M.) gab ihr Weltcup-Debüt am 16. März 1995 © getty

Beim Sprint in Fort Kent sind die deutschen Frauen eine Klasse für sich. Henkel gewinnt dank einer überragenden Schießleistung.

Fort Kent - Angeführt von Andrea Henkel haben die deutschen Biathletinnen mit einem Dreifach-Triumph im Sprint 20 Tage vor Beginn der WM im russischen Chanty Mansijsk für einen Paukenschlag gesorgt.

Die 33-jährige Henkel gewann beim Weltcup in Fort Kent/USA nach 7,5 Kilometer knapp vor Miriam Gössner und Doppel-Olympiasiegerin Magdalena Neuner. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

Während Henkel den Grundstein zu ihrem 19. Weltcupsieg mit zwei fehlerfreien Schießen legte, überragten Gössner und Neuner (beide zwei Fehler) wieder einmal in der Loipe.

"Ich habe gewusst, dass ich die Null brauche, weil die beiden anderen für die Berge gemacht sind", sagte Henkel: "Die beiden ersten Treffer waren ein bisschen langsam. Ich bin zufrieden, dass alle Scheiben gefallen sind."

Neuner hadert mit letzten Schuss

Beim letzten Dreifach-Erfolg der deutschen Frauen am 20. Januar vergangenen Jahres in Antholz hatte Henkel noch Siegerin Neuner und der mittlerweile zurückgetretenen Kati Wilhelm den Vortritt lassen müssen.

Am Freitag haderte Neuner zwei Tage nach ihrem 24. Geburtstag mit ihrem letzten Schuss im Stehendanschlag.

"Der letzte Fehler war ein Leichtsinnsfehler. Eigentlich habe ich heute am Schießstand Glück gehabt mit dem Wind. Das ist total ärgerlich", sagte Neuner, die sich über das Gesamtergebnis freute: "Das ist das, was unsere Mannschaft kann. Das ist ein schönes Gefühl so kurz vor der WM."

Gössner in der Loipe zu stark

Dass es für die Gesamtweltcupsiegerin des vergangenen Winters nur zu Platz drei reichte, lag an Gössner. (DATENCENTER: Wintersport-Ergebnisse)

Die 20-Jährige, die nach zwei zweiten Plätzen zu Saisonbeginn im schwedischen Östersund vor allem wegen schwacher Schießleistungen regelmäßig die Top-Ten verpasst hatte, kam diesmal ebenfalls mit zwei Fehlern durch und schlug Neuner in der Loipe. Am Ende lag Gössner 4,9 Sekunden vor Neuner.

"Ich habe mich nicht beunruhigen lassen, ich weiß ja, dass ich schießen kann. Die Fehler im Stehendschießen hätten nicht sein müssen, da habe ich in die Bewegung hinein geschossen", sagte Gössner, die 10,9 Sekunden hinter Henkel den dritten Podiumsplatz ihrer Karriere feierte.

Verfolgung: Erste Runde zusammen

Die drei deutschen Frauen gehen damit auch als Führende in die Verfolgung am Samstag (ab 18.05 Uhr im LIVE-TICKER). "Die Taktik steht: Wir werden die erste Runde zusammen laufen", sagte Neuner.

Kathrin Hitzer (drei Fehler) verpasste als 20. ebenso die Top 15 wie sowie Tina Bachmann (drei) als 22. und Sabrina Buchholz (zwei) als 37.

Im Kampf um die Führung im Gesamtweltcup löste die Finnin Kaisa Mäkäräinen (664 Punkte) als Achte die Schwedin Helena Ekholm (656) ab, die zeitgleich mit Bachmann Rang 22 belegte.

Tagessiegerin Henkel liegt mit 639 Punkten bereits in Schlagdistanz zum Spitzen-Duo, Neuner (526) machte einen Sprung auf Platz sieben.

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