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Michael Greis gewann bei Olympia 2006 in Turin drei Goldmedaillen © getty

Die DSV-Athleten fühlen sich gewappnet für die WM in Sibirien. Müssiggang will vier Medaillen, Neuner plant ein Mammutprogramm.

Khanty Mansiysk - Bei klirrender Kälte und strahlendem Sonnenschein sind Deutschlands Biathlon-Stars in der Weite Sibiriens heiß auf WM-Medaillen.

Nach den Erfolgen bei den beiden Weltcups in den USA mit vier Einzelsiegen gehen die DSV-Skijäger in jedes Rennen der Weltmeisterschaften im russischen Khanty Mansiysk (3. bis 13. März) mit besten Chancen auf Edelmetall.

In der Mixedstaffel zum Auftakt der Titelkämpfe am Donnerstag ( ab 12.15 Uhr im LIVE-TICKER) könnte es in Bestbesetzung sogar Gold werden.

Schwierige Prognose für Mixed-Bewerb

"Wenn man die Ergebnisse der einzelnen Athleten sieht, kämpft man um Gold. Aber die Norweger, Schweden und Franzosen sind auch sehr stark. Wer da die stärkste Staffel an den Start bringt, würde ich mich nicht trauen zu sagen", sagte Bundestrainer Uwe Müssiggang.

Neben Neuner und Henkel werden in Michael Greis und Arnd Peiffer am Donnerstag auch die beiden derzeit erfolgreichsten Männer am Start sein.

Vier Medaillen als Ziel

Insgesamt geht das deutsche Team nach einer erfolgreichen Vorbereitung in Ruhpolding mit großem Optimismus in die WM.

"Wir sind hier mit einem sehr guten Team. Bei den Frauen sind wir derzeit klar die Nummer eins, bei den Herren Zweiter. Unser Ziel ist es, jeweils eine Einzel- und eine Staffelmedaille zu gewinnen", sagte Müssiggang.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

Neuner träumt von Goldener Zehn

Mit der "üblichen Verspätung" waren die DSV-Athleten am Montag etwas müde, aber fit in Khanty Mansiysk gelandet.

Auch Neuner hat sich bereits wieder von einer kurzen Magen-Darm-Erkrankung erholt und war beim ersten Training bester Laune.

"Wenn ich fit bin, würde ich gerne alle Rennen laufen", sagte die siebenmalige Weltmeisterin. Bereits in Ruhpolding hatte die 24-Jährige im Gespräch klar gemacht: "Ich habe ja schon sieben Goldmedaillen, aber es dürfen auch gerne zehn sein."

Henkel will Lücke schließen

Neben der zweimaligen Saisonsiegerin Neuner hat sich auch Andrea Henkel, die in Fort Kent/USA an die Spitze im Gesamtweltcup gestürmt war, die Medaillenjagd auf die Fahne geschrieben: (DATENCENTER: Wintersport-Ergebnisse).

"Ich hätte gerne eine Einzel-Medaille. Und auch eine in der Staffel. In der Mixedstaffel wäre es toll, wenn es mit Gold klappen würde. Dann hätte ich in allen Disziplinen WM-Gold", sagte die 33-Jährige.

Geheimfavoritin Gössner

Jederzeit für einen Platz auf dem Podium gut ist auch Miriam Gössner, in diesem Winter bereits dreimal Zweite im Weltcup.

Die bärenstarke Läuferin braucht allerdings einen guten Tag am Schießstand, um bei ihrer ersten WM-Teilnahme direkt Edelmetall mit nach Hause zu nehmen.

Rückenprobleme überwunden

Bei den Herren gehört Dreifach-Olympiasieger Michael Greis auch mit 34 Jahren weiter zur absoluten Weltspitze.

"Wer in Russland Weltmeister werden will, muss auch erstmal Michi Greis schlagen", sagte der für die Herren zuständige Trainer Fritz Fischer.

Greis, der in den USA nur ein Rennen lief, hat seine Rückenprobleme überwunden und sich akribisch vorbereitet. Dazu gehören neue Handschuhe gegen die Kälte und neue Ski. "Ich hoffe, dass ich mit einer Medaille nach Hause komme", sagte Greis.

Auch Peiffer wieder fit

Im Kampf gegen die starken Norweger um den im Gesamtweltcup führenden Shootingstar Tarjei Bö und Olympiasieger Emil Hegle Svendsen wird auch Arnd Peiffer ein gewichtiges Wörtchen mitreden können.

Der Sprintsieger von Presque Isle/USA ist nach überstandener Erkrankung wieder fit.

"Arnd ist auf alle Fälle ein Mann, der an einem guten Tag aufs Treppchen laufen kann", sagte Herren-Trainer Mark Kirchner.

Zudem hat die deutsche Staffel nach zwei Siegen in diesem Weltcup-Winter allen Grund, der Konkurrenz mit breiter Brust entgegen zu treten. Es ist also angerichtet, deutsche Medaillen in der sibirischen Sonne glitzern zu lassen.

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