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Andreas Birnbacher holte bei Olympia 2012 in Vancouver mit der Staffel nur Platz fünf © getty

Die Männer-Staffel greift in Khanty Mansiysk nach der Goldmedaille. Besonders auf dem Olympia-Unglücksraben lastet viel Druck.

Khanty Mansiysk - Olympia im Hinterkopf, Gold vor Augen.

Mit Andreas Birnbacher gehen die deutschen Männer am Freitag (ab 13.45 Uhr im LIVE-TICKER) bei den Biathlon-WM im russischen Khanty-Mansiysk in der 4x7,5-km-Staffel auf Medaillenjagd.

Nach seinem Aussetzer bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver ist der 29-Jährige erstmals wieder für eine Staffel nominiert worden.

Zusammen mit Startläufer Christoph Stephan, Sprint-Weltmeister Arnd Peiffer und Dreifach-Olympiasieger Michael Greis greift Birnbacher nach Gold. (DATENCENTER: Biathlon 2010/11)

"Hoffe, dass ich Vancouver aus dem Kopf kriege"

"Ich habe eine neue Chance, dass ich beweisen kann, dass ich es drauf habe. Ich hoffe, dass ich Vancouver aus dem Kopf rauskriege", sagte Birnbacher, der bei Olympia mit zwei Strafrunden alle Hoffnungen der DSV-Skijäger auf eine Medaille zerstört hatte:

"Wenn wir mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung auftreten, haben wir die Chance auf eine Medaille."

Kirchner spricht Birnbacher Vertrauen aus

"Die Staffel hat sich von selbst aufgestellt. Der Andi hat nachdrücklich in Amerika und auch hier bewiesen, dass er das Potenzial hat. Wir haben ihm das absolute Vertrauen ausgesprochen. Ich bin überzeugt davon, dass er morgen eine gute Staffel laufen wird", sagte Männer-Trainer Mark Kirchner, der Birnbacher wie 2010 an Position zwei laufen lassen wird. 359851(DIASHOW: Die Bilder der WM).

Natürlich war Vancouver, wo Deutschland nach dem Patzer von Birnbacher ("Ich habe eine Nähmaschine bekommen") beim zweiten Schießen letztlich Fünfter wurde, in den Gesprächen zwischen Trainer und Athlet ein Thema.

"Man muss darüber sprechen, um den Athleten die notwendige Sicherheit zu geben", sagte Kirchner: "Aber man muss auch die Leistungen hier sehen, wo er dreimal knapp an einer Medaille vorbei geschrammt ist."

Zuspruch von Greis

Birnbacher war in Sibirien der konstanteste deutsche Biathlet mit den Plätzen fünf (Verfolger), sechs (Sprint) und acht (Einzel).

Zuletzt hatte sich Leitwolf Greis für Birnbacher stark gemacht: "Der Andi hat seine Chance verdient", sagte Greis.

Wieder fit ist Weltmeister Peiffer: "Ich habe mir im Verfolger ein bisschen die Schleimhäute und die Bronchien gereizt. Aber jetzt fühle ich mich gut und freue mich auf das morgige Rennen", sagte der 23-Jährige.

In diesem Winter haben sich die DSV-Skijäger mit den Staffel-Siegen bei den Weltcups in Oberhof und Antholz wieder ins Rampenlicht geschoben und gelten nicht zuletzt wegen ihrer Ausgeglichenheit als einer der Mitfavoriten auf die Goldmedaille.

"Medaille muss das Ziel sein"

Aber auch die Norweger, Russen, Schweden oder Franzosen gehen in Top-Besetzung an den Start.

"Wir haben das Selbstvertrauen, um ganz vorne mitzulaufen. Eine Medaille muss das Ziel sein, aber zu Gold gehört auch das nötige Glück dazu", sagte Männer-Trainer Fritz Fischer.

Unterstützung erhält die Männer-Staffel von Sprint-Weltmeisterin Magdalena Neuner: "Ich traue ihnen nach den zuletzt starken Leistungen auf alle Fälle eine Medaille zu", sagte die Doppel-Olympiasiegerin.

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