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Magdalena Neuner holte bei der WM Gold in Sprint, Massenstart und Staffel © getty

Nach ihren drei WM-Titeln angelt sich Magdalena Neuner auch den Sprint-Weltcup. Dabei wollte sie in Oslo erst gar nicht starten.

Oslo - Ein großes Stück Schokolade und eine kleine Kristallkugel als Belohnung.

Vier Tage nach ihrem 10. Weltmeistertitel mit der Staffel bei den Biathlon-Titelkämpfen im russischen Khanty Mansiysk kämpfte sich einen kranke Magdalena Neuner beim Weltcupfinale in Oslo zum Sprintsieg. 359851(DIASHOW: Die Bilder der WM)

Damit gewann sie nicht nur die Weltcupwertung in dieser Disziplin, sondern liegt im Gesamtweltcup mit 914 Punkten vor den letzten beiden Saisonrennen auch nur noch 22 Punkte hinter der führenden Finnin Kaisa Mäkäräinen (936). (DATENCENTER: Biathlon 2010/11)

"Vielleicht habe ich gewonnen, weil ich nichts erwartet habe"

"Ich bin total überrascht. Heute morgen habe ich noch nicht gewusst, ob ich überhaupt starten soll. Ich habe Husten. Ich habe gar nicht gewusst, wo ich in der Sprintwertung liege", sagte Neuner: "Vielleicht habe ich heute auch gewonnen, weil ich nichts erwartet habe."

Trotz der Krankheit lag die Doppel-Olympaisiegerin im Ziel über 30 Sekunden vor der Norwegerin Tora Berger, Dritte wurde die Weißrussin Darja Domratschewa. Für Neuner war es der 24. Weltcupsieg ihrer Karriere und der fünfte in diesem Winter.

Freude über Ruhetag

"Ich habe den Husten schon seit Montag. Viel machen kann ich nicht. Scheinbar bin ich trotzdem noch fit genug", sagte Neuner, die sich über den Ruhetag am Freitag freut.

Bis zum Verfolger am Samstag und dem Massenstart am Sonntag (beide ab 13.45 Uhr im LIVE-TICKER) will die 24-Jährige sich auskuriert haben.

Eine Startgarantie wollte Neuner, die in diesem Winter bereits vier Rennen wegen Krankheit verpasst hatte, aber nicht geben.

Auch den Gewinn des Gesamtweltcups hat sie sich offiziell noch nicht auf die Fahnen geschrieben: "Ich will unter die ersten Drei kommen."

"Über den Gesamtweltcup reden wir nicht"

Ähnlich sieht das Frauen-Trainer Gerald Hönig: "Über den Gesamtweltcup reden wir nicht. Lena ist wirklich ein bisschen angeschlagen. Das Ergebnis war so nicht abzusehen. Das gewohnt gute Schießen war die Grundlage für das beeindruckende Ergebnis."

Trotz zweier Schießfehler schaffte Andrea Henkel als Siebte den Sprung in die Top 10, einen Platz vor Kathrin Hitzer (1 Fehler). "Am Schießstand bin ich schon sehr enttäuscht. Dazu ging es auf der Strecke auch nur sehr schwer. Ich bin mit mir nicht ganz zufrieden, dafür ist das Ergebnis noch ganz gut", sagte Henkel.

Rabenschwarzer Tag für Gössner

Staffel-Weltmeisterin Miriam Gössner erwischte mit sechs Fehlern dagegen vor den Augen ihrer zum Teil norwegischen Verwandtschaft einen rabenschwarzen Tag und war nach Platz 35 schwer enttäuscht.

"Ich bin einfach nur noch müde und froh, wenn die Saison zu Ende ist. Sechs Fehler sind total deprimierend", sagte die 20-Jährige.

Vor Gössner landeten die beiden Youngster Juliane Döll (Oberhof/1) als 27. und Nadine Horchler (Willingen/1) als 32.

Einzel-Vizeweltmeisterin Tina Bachmann (Schmiedeberg/3) belegte Platz 33, Sabrina Buchholz (Oberhof/3) Platz 54.

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