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Magdalena Neuner holte bei Olympia 2010 in Vancouver zwei Goldmedaillen © getty

Der Gesamtweltcup ist für Magdalena Neuner futsch: Wegen Husten setzt sie in beim Massenstart aus. Die Konkurrenz nutzt dies.

Oslo - Vom Krankenbett aus musste Biathlon-Königin Magdalena Neuner mitansehen, wie ihre Krone die Besitzerin wechselt.

Die zehnmalige Weltmeisterin verpasste wegen einer Erkältung das Verfolgungsrennen beim Weltcupfinale am Holmenkollen in Oslo und hat mit 914 Punkten keine Chance mehr, nach 2010 zum zweiten Mal in Folge den Gesamtweltcup zu gewinnen.(DATENCENTER: Biathlon 2010/11)

Andrea Henkel bescherte den DSV-Skijägerinnen im vorletzten Rennen des Winters als Dritte einen Podiumsplatz, liegt aber ebenfalls in der Gesamtwertung mit 929 Punkten deutlich hinter der Führenden Kaisa Mäkäräinen (979).

Die Finnin machte beim Sieg von Olympiasiegerin Anastasija Kuzmina (Slowakei) vor Darja Domratschewa (Weißrussland) als Vierte einen entscheidenden Schritt Richtung große Kristallkugel.

Henkel zufrieden

"Ich bin erstmal sehr froh, dass ich es wieder aufs Podium geschafft habe. Das hat ja eine Weile nicht geklappt. Da war es mir auch fast egal, ob ich Zweite oder Dritte werde", sagte Henkel, für die auch klar ist, wer den Gesamtweltcup gewinnt: "Die Kaisa macht es."

Die finnische Verfolgungs-Weltmeisterin selbst war überglücklich: "Es tut mir leid für Lena, aber es macht es auch einfacher für mich", sagte Mäkäräinen.

Zustand verschlimmert

Neuner hatte bereits beim ihrem Sprintsieg am Donnerstag über starken Husten geklagt und weitere Starts infrage gestellt.

"Heute morgen ging gar nichts mehr", sagte Bundestrainer Uwe Müssiggang. Über Nacht hatte sich der Zustand der zehnmaligen Weltmeisterin deutlich verschlechtert.

Chancen für Massenstart gering

"Sie ist natürlich sehr enttäuscht, dass sie quasi kampflos den Gesamtweltcup abgeben muss. Aber es geht wirklich nicht", sagte DSV-Sprecher Stefan Schwarzbach.

Auch am Sonntag (ab 13.45 Uhr im LIVE-TICKER) im Massenstart kann sie wohl kaum antreten. "Die Chancen auf einen Start sind eher gering", sagte Schwarzbach.364639(DIASHOW: Tops und Flops der WM).

Gössner mit Aufholjagd

Staffel-Weltmeisterin Miriam Gössner (/4 Fehler) stürmte von Platz 35 aus dem Sprint als Sechste noch in die Top 10.

"Ich hatte mich auch im Sprint gut gefühlt und hatte sehr knappe Fehler. Aber vielleicht war die Konzentration doch nicht ganz so hoch, wie ich es mir gedacht habe. Heute habe ich versucht, es ein bisschen besser zu machen", sagte Gössner.

Auch Vizeweltmeisterin Tina Bachmann (4) machte von Platz 33 auf Rang elf einen großen Sprung nach vorn und rundete das gute deutsche Mannschaftsergebnis ab. Kathrin Hitzer (5) kam auf Platz 14 ins Ziel.

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