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Kati Wilhelm wechselte 1999 vom Skilanglauf zum Biathlon © getty

Fulminanter Start! Nach dem Auftakt-Sieg von Michael Greis glänzt auch Kati Wilhelm in Östersund.

Östersund - "Rotkäppchen" Kati Wilhelm hat mit ihrem glänzenden zweiten Platz den Traumstart der deutschen Biathleten in den vorolympischen Winter komplettiert.

Einen Tag nach dem Überraschungssieg von Weltmeister Michael Greis über die 20 km musste sich die Thüringerin über 15 km nur Schwedens Lokalmatadorin Helena Jonsson geschlagen geben.

5,1 Sekunden hinter Weltmeisterin Jekaterina Jurjewa (Russland) wurde Weltcup-Titelverteidigerin Magdalena Neuner (Wallgau) starke Vierte.

Jonsson ohne Fehler

"Ich habe am Schießstand voll auf Sicherheit gemacht. Das war heute der Schlüssel zum Erfolg. Ich bin natürlich mit diesem Auftakt hoch zufrieden", kommentierte Kati Wilhelm, die wie immer mit leuchtend roter Kappe durch die Finsternis stapfte, den 54. Podestplatz ihrer Weltcup-Karriere.

"Natürlich hat mich der eine Fehler beim ersten Schießen belastet, aber dann habe ich mich beim Laufen immer besser gefühlt. Heute haben Laufen und Schießen wirklich gut geklappt."

Am Ende verhinderte nur die fehlerfrei schießende Helena Jonsson den vierten deutschen Auftaktsieg innerhalb der letzten fünf Jahre.

Neuner "rundum glücklich"

Ebenso wie Wilhelm vergab auch die sechsmalige Weltmeisterin Magdalena Neuner den möglichen Sieg durch einen einzigen Fehler beim Schießen.

Dennoch lieferte die mit der frühen Startnummer 7 in das Rennen Gestartete das bislang beste 15-km-Rennen ihrer Weltcup-Karriere ab und lächelte im bitter kalten Östersund vor allem ob 19 getroffener Schießscheiben zufrieden.

"Perfekt, ich bin rundum glücklich über diesen Saisonstart. Trotz des einen Fehlers habe ich mein Schießen sehr gut durchgezogen", meinte Magdalena Neuner glücksstrahlend. "Läuferisch war es okay. Mehr war nach der Krankheit nicht zu erwarten. Heute konnte ich einfach nicht schneller. Am Ende haben eben die entscheidenden Körner gefehlt."

Zwei Wochen Pause

Neuner musste im November zwei Wochen wegen eines bakteriellen Infektes pausieren.

Hinter Wilhelm und Neuner kamen auch die beiden Weltmeisterinnen Martina Beck (Mittenwald) und Andrea Henkel (Großbreitenbach) auf den Rängen acht sowie elf in der Weltklasse ein.

Beck, die im Vorjahr unter ihrem Mädchennamen Glagow noch den Saisonauftakt gewonnen hatte, patzte wie Neuner beim 16. ihrer 20 Schüsse und vergab so eine noch bessere Platzierung.

Preußler sammelt Weltcup-Punkte

Die als Ersatzfrau für die an der Achillessehne verletzte deutsche Dreifach-Meisterin Simone Hauswald in die Mannschaft gekommende Altenbergerin Anne Preußler sammelte auf Platz 24 die ersten Weltcup-Punkte ihrer Karriere.

"Unser Anspruch ist das Siegerpodest. Dort stand heute Kati Wilhelm, und Magdalena Neuner hat es nur knapp verpasst. Damit können wir super zufrieden sein", kommentierte Bundestrainer Uwe Müssiggang.

"Kati war einfach souverän"

"Ich bin sehr froh, dass Magdalena so ruhig am Schießstand gearbeitet hat. Das war auch taktisch eine sehr reife Leistung. Kati war einfach souverän."

Nach einem Ruhetag stehen auf der ersten Station des vorolympischen Biathlon-Winters am Samstag die Sprintrennen der Männer über 10 km (ab 12 Uhr LIVE) und Frauen über 7,5 km (ab 14.30 Uhr LIVE) auf dem Programm.

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