vergrößernverkleinern
Magdalena Neuner gewann in der vergangenen Saison den Gesamtweltcup © getty

Magdalena Neuner fehlen vier Sekunden zum Sieg. Die deutschen Biathlon-Herren enttäuschen beim 10-km-Sprint in Östersund.

Östersund - Superstar Magdalena Neuner ist als Dritte des Weltcup-Sprints von Östersund zum ersten Mal in der neuen Saison auf das Siegerpodest gestürmt und hat den Sieg nur um 4,8 Sekunden verpasst.

Außenseiterin Wang Chunli (China) siegte vor Tora Berger (Norwegen).

Kati Wilhelm, die zuvor Zweite über 15 km geworden war, reichte Rang sechs, um die Führung in der Gesamtwertung zu übernehmen.

Den 10-km-Männersprint gewann Weltmeister Emil Hegle Svendsen (Norwegen). 20-km-Sieger Michael Greis (Nesselwang) kam nur als 14. ins Ziel und musste die Führung im Gesamtweltcup an Svendsen abgeben.

Damit gehen Svendsen und Wilhelm in den abschließenden Jagdrennen (LIVE ab 11 Uhr) im Gelben Trikot auf die Strecke.

"Auf letzter Runde fast gestorben"

"Ich habe fehlerfrei geschossen und bin super zufrieden. Vierte und Dritte in den beiden ersten Saisonrennen - mit so einem guten Einstieg hatte ich absolut nicht gerechnet", kommentierte Magdalena Neuner ihre starke Leistung.

"Läuferisch war nicht mehr drin. Auf der letzten Runde bin ich fast gestorben".

Den ersten Triumph der über 15 km noch auf Platz 45 eingekommenen Chinesin Wang kommentierte Neuner mit den Worten: "Ist schon überraschend, aber die Chinesinnen sind schon seit Jahren vorne dabei. Es war nur eine Frage der Zeit, bis eine optimal durchkommt."

Wilhelm im Gelben Trikot

Kati Wilhelm tröstete das Gelbe Trikot der Gesamt-Führenden über die "verlorenen Sekunden auf der Strecke" hinweg.

"Andere waren heute schneller als ich. Vielleicht hat mir der Ruhetag gestern nicht gut getan. Aber insgesamt lässt es sich mit Platz sechs leben", meinte die Olympiasiegerin, die in der Gesamtwertung mit 92 Punkten einen Zähler vor Neuner liegt.

Probleme im Stehendanschlag

"Stehend war es schade, daran muss ich arbeiten", kommentierte Michael Greis seine beiden Fehlschüsse im Stehendanschlag. "Ich hatte kalte Finger. Das beeinträchtigt beim Abdrücken und lenkt ab. Da muss ich beim nächsten Mal sehen, dass mir so etwas nicht wieder passiert."

Ähnlich wie Greis, der durch zwei Strafrunden den möglichen Platz auf dem Siegerpodest vergab, haderte auch Alexander Wolf mit seinem Schießen.

Nach neun Treffern verfehlte der Oberhofer ausgerechnet das letzte Ziel und belegte Rang 15. "Das sollte eigentlich nicht passieren. Ärgerlich, da war ich vermutlich mit den Gedanken schon wieder auf der Strecke."

Ullrich hofft auf Verfolgung

Dort konnte der lange Thüringer noch nicht mit den Besten mithalten, aber Bundestrainer Frank Ullrich blieb dennoch gelassen.

"Das war erst der zweite Weltcup. Natürlich war heute mehr drin, aber Greis und Wolf können im Jagdrennen am Sonntag die Top-Ten-Plätze noch schaffen."

Diskutieren Sie jetzt mit anderen Wintersportfans!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel