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Daniel Graf muss nach dem Liegendschießen drei Strafrunden laufen © getty

Die Siegesserie der DSV-Biathletinnen im Staffelwettbewerb ist nach zwei Jahren gerissen. Die Männer laufen schwach.

Hochfilzen - Dem Sieg von Kunstschützin Martina Beck folgte im Wirbelwind von Hochfilzen das doppelte deutsche Staffel-Debakel.

Nach fast zwei Jahren riss die Siegesserie der in Österreich mit zwei Weltcup-Einzelsiegen überzeugenden deutschen Frauen, die als abgeschlagene Vierte sogar das Podest verpassten.

Die ohne den im Einzel-Siebten Michael Greis angetretenen Männer hatten zuvor mit Platz neun eines der schlechtesten Weltcup-Ergebnisse der Geschichte abgeliefert.

"Die drei Rennen in Folge hat man halt gemerkt. Wir mussten immer zur Siegerehrung und waren am Ende ein bisschen kaputt. Aber der Wind war auch brutal schwierig", erklärte Martina Beck nach der Staffel-Enttäuschung.

Müdes deutsches Frauen-Quartett

Das müde deutsche Quartett, bei dem Schlussläuferin Kati Wilhelm mit zwei Strafrunden auch noch den Podestplatz verschenkte, kam stolze 2:39,0 Minuten hinter Sieger Russland ins Ziel.

Keinen deutschen Sieg über 4x6 km hatte es zuletzt am 10. Januar 2007 in Ruhpolding gegeben, danach folgten sechs Erfolge bei Weltcup und WM in Folge.

Mit ihren starken deutschen Einzel-Auftritten rettete das schwache Geschlecht die Ehre der deutschen Biathleten, denn ein Männer-Notquartett mit Michael Rösch (Altenberg), Daniel Graf (Frankenhain), Christoph Stephan und Alexander Wolf (beide Oberhof) enttäuschte mit 4:10,8 Minuten Rückstand auf Sieger Russland restlos.

"Ich habe es verbockt"

Graf musste drei Strafrunden laufen und verschenkte damit alle deutschen Chancen. "Es tut mir leid für die Mannschaft, aber ich habe es verbockt", erklärte Graf.

Der dreimalige Olympiasieger Greis und Andreas Birnbacher (Schleching) - vor der Saison mit Bundestrainer Frank Ullrich im Clinch - hatten auf einen Start in der Staffel verzichtet.

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