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Simone Hauswald ist die Tochter einer Südkoreanerin und eines Deutschen © getty

Nach den jüngsten Weltcup-Erfolgen der DSV-Biathletinnen ist die Hierarchie vor den nächsten Rennen auf den Kopf gestellt.

München - Die siegreichen Jung-Ehefrauen Martina (Glagow) Beck und Simone (Denkinger) Hauswald stehen im Fokus, die Teamstars Magdalena Neuner und Kati Wilhelm zunächst nur in der zweiten Reihe: Im Lager der deutschen Biathletinnen ist die übliche Hackordnung durcheinander gewirbelt.

In den zweiten Teil des Doppel-Weltcups in Hochfilzen (18. bis 21. Dezember) startet Martina Beck sogar im Gelben Trikot der Führenden im Gesamtklassement.

"Natürlich war ich nach dem letzten Wochenende ziemlich happy. Ich hoffe, dass ich nach den Anstrengungen wieder halbwegs fit an den Start gehe und meine gute Form unter Beweis stellen kann", sagt Martina Beck vor dem 15-km-Rennen (Donnerstag, ab 14.15 Uhr LIVE) gewohnt zurückhaltend.

Eingeschränktes Pensum bei Hauswald

Als sichere Schützin gilt die zweifache Saisonsiegerin aus Mittenwald im längsten Wettbewerb der Skijäger, bei dem ein Fehlschuss gleich eine Strafminute nach sich zieht, zu den Mitfavoriten.

Für Simone Hauswald trifft dies nicht zu. Die deutsche Dreifach-Meisterin war von Bundestrainer Uwe Müssiggang nach durchwachsener Saison-Vorbereitung und schmerzhaften Sorgen mit der Achillessehne nur für zwei von drei Dezember-Weltcups nominiert worden.(Alle Wintersport-News)

Müßiggang: "Ich weiß um das Potenzial von Simone. Leider hat sie es bisher zu selten abgerufen." Die Gosheimerin nutzte aber am vergangenen Freitag gleich ihre erste Einsatzchance für den Sieg im 7,5-km-Sprint. Ihren ersten Weltcup-Sieg überhaupt im siebten Jahr.

"Ein großartiger Saison-Auftakt für mich. Ich fühle mich topfit", meint Simone Hauswald, die nach den Erfolgen des ersten Hochfilzen-Wochenendes ihren Startplatz für den Jahres-Auftakt 2009 mit den prestigeträchtigen Heimrennen in Oberhof (7. bis 11. Januar) und Ruhpolding (14. bis 18. Januar) so gut wie in der Tasche hat.

Fahrkarten bei den Stars

Die Erfolge der beiden 29-Jährigen überdeckten, dass sich die beiden Dreifach-Weltmeisterinnen Magdalena Neuner (Wallgau) und Andrea Henkel (Großbreitenbach) sowie die in Östersund bereits in Gelb laufende Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) bislang in Hochfilzen zu viele Fehlschüsse leisteten und nicht in Siegform liefen.

Dennoch ist das deutsche Top-Trio in der Gesamtwertung (Wilhelm/5., Henkel/7., Neuner/9.) erstklassig platziert und allemal in der Lage, bei Teil 2 des Hochfilzen-Spektakels zurückzuschlagen.

Der 1000 Meter hoch gelegene WM-Ort von 2005 übernimmt an den kommenden Tagen die ursprünglich in Pokljuka/Slowenien angesetzten Rennen. Dort hatten die Organisatoren beim Umbau der Anlage im Herbst Probleme mit staatlichen Stellen bekommen und mussten den Weltcup nach verhängtem Baustopp letztlich absagen.

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