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Mit einem Fehlschuß über 20 km auf Rang 4: Michael Greis © getty

Sowohl bei den Männern als auch bei den deutschen Biathlon-Frauen reicht es in Hochfilzen nicht zum Treppchen-Platz.

Pech statt Siegerpodest für die deutschen Biathleten: Im Flockenwirbel von Hochfilzen belegten Simone Hauswald und Michael Greis jeweils den undankbaren vierten Rang.

Die langen Einzelrennen waren stattdessen eine russische Domäne. Weltmeister Maxim Tschudow siegte über 20 km vor Iwan Tscheressow, Albina Achatowa war bei den Frauen über 15 km die Schnellste.

Martina Beck musste als Tages-14. das Gelbe Trikot abgeben und Kati Wilhelm trat wegen Halsschmerzen gar nicht erst an.

"Das war heute wirklich nicht unser Tag", meinte Uwe Müssiggang stellvertretend.

Müssiggang hadert mit der Schießleistung

Der Frauen-Bundestrainer, dessen Läuferinnen erst zum zweiten Mal innerhalb der letzten drei Jahre das Siegerpodest komplett verpassten (außerdem beim Jagdrennen in Pyeongchang am 8. März 2008), haderte vor allem mit der schwachen Schießleistung.

"Unser Anspruch ist das Siegerpodest und das haben wir verpasst."

Simone Hauswald, die als Vierte nach den Plätzen 1 sowie 3 in der Vorwoche ihre blendende Form bestätigte, kassierte drei Strafminuten nach Fehlschüssen und räumte am Ende ein: "Andere haben einfach besser geschossen. Das akzeptiere ich. Ich kann mit Platz vier sehr zufrieden sein. Mir hat es bei dem Schnee hier voll Spaß gemacht."

Neuners Form immer besser

Neben Hauswald zählte auch Magdalena Neuner als Siebte zu den Lächelnden im nasskalten Tirol (Alle Wintersport-News).

"Meine Form wird immer besser. Die Komplexleistung war in Ordnung, auch wenn mich die drei Schießfehler schon etwas geärgert haben", sagte die Weltcup-Titelverteidigerin aus Wallgau.

Martina Beck, die auf Platz 14 zum ersten Mal im Winter nicht unter den Top ten war, zeigte sich nicht enttäuscht und bilanzierte: "Es war ein extrem schweres Rennen mit schlechter Sicht beim Schießen und tiefem Schnee. Dafür ist es mir noch ganz gut ergangen."

Slepzowa im Gelben Trikot

Dem an die drittplatzierte Swetlana Slepzowa (Russland) verlorenen Gelben Trikot trauerte die Mittenwalderin nicht nach: "Das ist in Ordnung so. Slepzowa war besser. Sie hat es verdient", sagte Beck.

"Natürlich ist es schade, wenn man am Ende der Erste neben dem Siegerpodest ist", meinte Michael Greis. "Diesmal aber bin ich trotzdem zufrieden. Es war heute ein sehr schweres Rennen und ich bin mit nur einem Schießfehler gut durchgekommen. Läuferisch und auch vom Schießen her bin ich eigentlich da, wo ich hingehöre. Bisher läuft es in diesem Winter echt super."

Greis verteidigte sein Rotes Trikot des Führenden in der 20-km-Wertung und rückte im Gesamtweltcup mit nunmehr 243 Punkten als Dritter weiter zum diesmal auf Platz 18 abgeschlagenen Spitzenreiter Emil Hegle Svendsen (Norwegen/299) auf.

Wolf auf Platz 12

"Das war wieder ein sehr solides Rennen. Nach vorne fehlt nicht viel, irgendwann klappt es schon", meinte Alexander Wolf, der hinter Greis als 12. zweitbester deutscher Skijäger war.

"Beim ersten 20er in Östersund hatte ich vier Strafminuten, heute zwei, wenn es bei der WM dann null werden, würde es passen."

Neben Greis und Wolf lobte Bundestrainer Frank Ullrich auch Toni Lang (Hauzenberg). Der ehemalige Langlauf-Sprinter schaffte als 14. sein bisher bestes Weltcup-Ergebnis überhaupt und war sogar 2,1 Sekunden schneller als Norwegens Superstar Ole Einar Björndalen, der 15. wurde.

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