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Michael Rösch war in dieser Saison bislang noch nicht unter die Top 20 gelaufen © getty

In Oberhof muss sich der Staffel-Olympiasieger nur einem Russen beugen. Drei weitere Deutsche landen unter den Top acht.

Oberhof - Als Sprint-Zweiter hat Staffel-Olympiasieger Michael Rösch beim Heimweltcup in Oberhof überzeugt, die russische Siegesserie aber nicht gestoppt.

Maxim Tschudow war nach 10 Kilometern 12,7 Sekunden schneller als Rösch und sorgte für den dritten russischen Sieg im vierten Rennen am Thüringer Rennsteig.

Weltmeister Michael Greis hatte wegen einer Knieverletzung auf den Start verzichtet.

"Geheult vor Glück"

"Endlich ein richtig gutes Rennen von mir. Geil, wenn man mit null Fehlern ins Ziel kommt. Ich musste auf der Schlussrunde heulen vor Glück", meinte Michael Rösch.

Der Altenberger lief zum ersten Mal in diesem Winter in die Top Ten und zum ersten Mal seit fast einem Jahr wieder aufs Podest. "Eigentlich habe ich mich gar nicht so gut gefühlt, aber wenn du auf der Strecke Bestzeiten übermittelt bekommst, dann beflügelt das natürlich."

Starke Mannschaftsleistung

Hinter Rösch lieferten in einer diesmal hervorragenden deutschen Männermannschaft auch Greis-Vertreter Christoph Stephan und Andreas Birnbacher auf den Rängen fünf und sieben erstklassige Leistungen ab.

Im ersten Weltcup-Solorennen seiner Karriere schaffte Newcomer Arnd Peiffer sensationell den Sprung auf Rang acht und damit die WM-Norm.

Stephan startet verfrüht

"Ein grandioses Ergebnis: Unglaublich, was die Jungs geleistet haben", kommentierte Bundestrainer Frank Ullrich.

"Ich habe meine Nase in den Schnee gehalten", meinte Stephan nach seinem Sturz ins Ziel grinsend. Der Junioren-Weltmeister sollte nach überstandenem Nasenbeinbruch eigentlich erst am Sonntag wieder starten und hatte noch am Vormittag ein hartes Training absolviert. "Zwei schnelle Einheiten am Tag machen wir öfter. Das steckt man schon weg", meinte Stephan.

Auch Birnbacher war nach überstandener Magenentzündung zufrieden. "An Silvester habe ich noch Tabletten geschluckt, an Rennen war nicht zu denken. Es war noch nicht optimal, aber ich bin sehr zufrieden mit dem Einstieg", meinte der Mixed-Weltmeister.

Schmerzen bei Greis zu stark

"Die Schmerzen im rechten Knie sind zu stark. Ich habe mich eingelaufen und gemerkt, dass es keinen Sinn hat", sagte Greis zur Begründung seines überraschenden Startverzichts. Selbst eine schmerzlindernde Spritze habe nicht wie erhofft angeschlagen.

Ein Start des 32-Jährigen am Sonntag beim abschließenden Massenstartrennen ist unwahrscheinlich. Der Einsatz beim kommenden Weltcup in Ruhpolding (14. bis 18. Januar) sollte nach derzeitigem Stand laut Teamarzt Dr. Andreas Kindt nicht in Gefahr sein:

"Ich gehe nicht davon aus, dass es etwas Schlimmes ist. Kein Knieschaden, eher ein muskuläres Problem."

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