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Magdalena Neuner sicherte als Schlussläuferin den ersten Staffelsieg der Damen © imago

Die deutsche Damenstaffel hat in Ruhpolding den ersten Saisonsieg eingefahren. Die Generalprobe für die WM ist damit geglückt.

Ruhpolding - Der "Goldexpress" der deutschen Staffel-Weltmeisterinnen hat seine Blockade überwunden.

Zum Auftakt des Heim-Weltcups in Ruhpolding feierten die Damen ihren ersten Saisonsieg.

"Hoch soll'n sie leben", skandierten 17.800 Zuschauer in der Chiemgau-Arena, nachdem das deutsche Quartett den dreimaligen Saisonsieger Russland und Schweden auf die Plätze verwiesen und die Generalprobe für die WM in Südkorea gewonnen hatte.

"Wir haben unsere Sache ganz gut gemacht. Aber auf der Schlussrunde habe ich schon Nerven gelassen", sagte die erstmals als Schlussläuferin aufgebotene Magdalena Neuner.

Überragende Schießleistung

"Bei der WM gebe ich den Job lieber an Kati ab. Die hat bessere Nerven", scherzte Neuner weiter.

Die sechsmalige Weltmeisterin aus Wallgau leistete sich diesmal keinen Wackler beim Schießen und hielt die nie aufsteckenden Russinnen auf Distanz.

Zuvor hatten Andrea Henkel (Großbreitenbach), Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) und Kathrin Hitzer (Gosheim) für Vorsprung gesorgt. Am Ende kassierten die deutsche Damen 16.000 Euro Siegprämie.

Henkel leitet Triumph ein

Startläuferin Henkel brachte ihre Stärken beim Schießen wirkungsvoll ein und sorgte mit fehlerfreier Leistung gleich für eine Lücke zum dreifachen Saisonsieger Russland. "Das war das beste Schießen von Andrea im gesamten Winter", sagte Bundestrainer Uwe Müssiggang und lobte seine langjährige Stammläuferin, die in dieser Form ihren WM-Staffelplatz sicher hat.

"Alle Scheiben sind gefallen. Klar, dass ich zufrieden bin", sagte Henkel.

Russland chancenlos

Wilhelm hängte die zunächst noch an der Spitze laufende finnische Staffel rasch ab und baute die Führung dank guter Lauf- sowie Schießleistung kontinuierlich aus. "Es ist nicht einfach, eine Staffel von vorne zu laufen, aber ich habe mich nicht unter Druck gesetzt und bin gut durchgekommen", meinte die Thüringerin.

Die deutsche Staffel lag bei Hälfte des Rennens bereits über eine halbe Minute vor dem Verfolger Russland.

"Haben gezeigt, was wir drauf haben"

Da sich auch Hitzer nur einen Fehlschuss leistete, bot das deutsche Quartett den Russinnen diesmal keine Chance zum Aufholen. In den letzten drei Staffelrennen hatte das deutsche Quartett insgesamt sieben Strafrunden gedreht und damit selbst die Siegchancen verschenkt.

"Heute haben wir endlich gezeigt, was wir drauf haben. Das hat mir endlich wieder gefallen", kommentierte Uwe Müssiggang.

Herren wollen nachlegen

Beim deutschen Heimspiel steht am Donnerstag (ab 17.40 Uhr/LIVE) die 4x7,5-km-Staffel der Herren auf dem Programm. Newcomer Arnd Peiffer ersetzt dabei den am Knie verletzten Michael Greis. Michael Rösch, Andreas Birnbacher und Christoph Stephan komplettieren das deutsche Quartett im letzten Staffelrennen vor der WM in Pyeongchang/Südkorea.

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