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Magdalena Neuner feierte ihren ersten Weltcup-Sieg im Januar 2007 © getty

Klasse Vorstellung der deutschen Biathletinnen in Ruhpolding! Beim Sprint siegt Lena Neuner hauchdünn vor Kati Wilhelm.

Ruhpolding - Das deutsche Traumduo Magdalena Neuner und Kati Wilhelm hat den deutschen Biathletinnen den ersten Doppelsieg des Winters beschert.

Vor 17.000 begeisterten Fans gewann "Gold-Lena" das 7,5-km-Sprintrennen in Ruhpolding nach furiosem Endspurt mit zwei Zehntelsekunden oder umgerechnet einem knappen Meter Vorsprung auf ihre Teamgefährtin.

Dritte wurde Darja Domratschewa (Weißrussland). Weltcup-Spitzenreiterin Swetlana Slepzowa aus Russland behauptete durch den fünften Platz mit 441 Punkten die Führung in der Gesamtwertung. Neuner (349) ist in dieser Wertung Vierte.

Kraftlos im Schnee

"Jetzt geht es mir wieder so richtig gut. Ich bin überglücklich", meinte Magdalena Neuner nach ihrem ersten Saisonsieg, für den die Wallgauerin 10.000 Euro Prämie kassierte.

"Am Ende war es verdammt knapp. Ich habe so gekämpft und mich gequält. Im Ziel war ich ein paar Sekunden richtig wie im Delirium", schilderte die sechsmalige Weltmeisterin.

Am Ende des zwölften Weltcup-Triumphes ihrer Karriere lag sie eine Minute lang kraftlos im Schnee des Zielraumes: "Ich habe nur aufgepasst, dass niemand über mich stürzt."

"Geht in Ordnung"

Kati Wilhelm, die kurz vor Neuner ins Ziel gestürmt war, hatte dort mit düsterer Miene ihre hauchdünne Niederlage mit angesehen, steckte aber den kleinen Rückschlag routiniert weg.

"Lena war heute eben ein kleines bisschen schneller als ich. Das geht völlig in Ordnung", sagte die Thüringerin: "Ich hatte ein fast perfektes Rennen, mit dem ich insgesamt sehr zufrieden sein kann. Ich hatte keine Strafrunde. Lena hat eine gegen mich wettgemacht und am Ende natürlich verdient gewonnen."

Auch Bundestrainer Uwe Müssiggang lobte sein Traum-Duo über den sprichwörtlichen grünen Klee: "Das war eine glänzende Vorstellung von Lena und Kati. Lena hat beim Laufen jetzt den richtigen Zug nach vorne. Da ist noch einiges mehr drin."

Henkels schmerzhafter Fall

Großes Pech hatte Dreifach-Weltmeisterin Andrea Henkel (Großbreitenbach), die auf einer Eisplatte ausrutschte, stürzte und auf den im Herbst gebrochenen rechten Daumen fiel.

Henkel musste mit Platz 18 zufrieden sein, aber wenigstens überstand der Daumen das Malheur unbeschadet.

Kathrin Hitzer (Gosheim) und Martina Beck (Mittenwald) kamen über die Ränge 25 sowie 37 nicht hinaus.

Mit Greis und Birnbacher ist zu rechnen

Simone Hauswald (Gosheim), die im Dezember in Hochfilzen einen Weltcup-Sprint gewonnen hatte, musste kurz vor dem Start wegen einer Erkältung absagen und kann erst in der nächsten Woche in Antholz (22. bis 25. Januar wieder eingreifen.

Das deutsche Weltcup-Heimspiel im Chiemgau geht am Samstag (14.15 Uhr LIVE) mit dem 10-km-Sprintrennen der Männer weiter.

Mit dem Start der zuletzt angeschlagenen Weltmeister Michael Greis (Nesselwang) und Andreas Birnbacher (Schleching) ist zu rechnen.

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