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Ole Einar Björndalen hatte einen Vorsprung von über 23 Sekunden auf den Zweiten © getty

Bei Björndalens Gala in Ruhpolding laufen die Deutschen hinterher, zwei kommen in die Top 10. Weltmeister Greis ist abgeschlagen.

Ruhpolding - Rückschlag für die deutschen Biathleten in Ruhpolding: beim souveränen 10-km-Sprintsieg des norwegischen Ausnahme-Athleten Ole Einar Björndalen verpassten die deutschen Skijäger komplett das Podium.

Michael Rösch und Andreas Birnbacher schafften auf den Rängen 7 sowie 9 wenigstens Top-Ten-Plätze. Michael Greis leistete sich drei Schießfehler und wurde nur 40.

"Insgesamt waren bei uns zu viele Fehler beim Schießen dabei. Aber mit zwei Top-Ten-Plätzen bin ich nicht unzufrieden", sagte Bundestrainer Frank Ullrich. "Wenn Du drei Fehler schießt, dann kannst du hier nicht die Welt einreißen. Da hat man einfach keine Chance mehr", ergänzte der enttäuschte Michael Greis.

Knie schmerzte noch

Der deutsche Paradeläufer verzeichnete bei seinem Comeback nach einwöchiger Pause wegen einer Reizung im rechten Knie wenigstens "einen Aufwärtstrend.

Das Knie hat nur zum Anfang geschmerzt und mich dann nicht mehr eingeschränkt. Ansonsten war die Vorbereitung aber alles andere als optimal. Ich hatte eine Menge Stress".

Zufrieden zeigten sich am Ende im deutschen Lager einzig Michael Rösch und Andreas Birnbacher, der nach seinem Staffel-Ausfall ("Brutal Cool" zur Bestleistung) wegen Erkältung als einziger deutscher Läufer fehlerfrei beim Schießen blieb und "darüber sehr zufreden" war.

"Ich bin gut durchgekommen. Auch wenn am Ende die Beine sehr schwer wurden", sagte Birnbacher.

Youngster überzeugt

Auch Youngster Arnd Peiffer enttäuschte nicht und belegte trotz hoher Startnummer 100 und immer tiefer werdender Piste mit einem Schießfehler den ordentlichen 30. Platz. "Ich habe Weltcup-Punkte gesammelt. Das war mein großes Ziel", meinte Peiffer.

Die 10.000 Euro Siegprämie aber kassierte der an diesem Tag überragende Ole Einar Björndalen, der nach seinem ersten Saisonsieg mit der frühen Startnummer 4 bereits beim Zieleinlauf jubelnd die Faust nach oben reckte.

"Egal, was heute noch wird. Es war nach langer Zeit wieder ein optimales Rennen von mir. Ich habe meine beste Leistung gebracht. Für mich ist das immer wie ein Sieg", sagte der fünfmalige Olympiasieger, der sich in diesem Winter noch nie in Bestform präsentiert hatte.

Landertinger überrascht

Am Ende reichte die Gala-Vorstellung ganz sicher zum 83. Weltcup-Triumph der Karriere vor dem Überraschungszweiten Dominik Landertinger aus Österreich.

Dritter wurde der norwegische Doppel-Weltmeister Emil Hegle Svendsen, der mit 406 Punkten die Führung im Gesamtweltcup übernahm (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Das deutsche Weltcup-Heimspiel im Chiemgau geht am Sonntag mit den Jagdrennen der Frauen (12.15 Uhr LIVE) sowie Männer (15.00 Uhr LIVE) zuende. Dabei starten die beiden Sprint-Sieger Magdalena Neuner und Björndalen als Erste und sind zugleich Sieg-Favoriten.

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