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Kathi Wilhelm gewann 2006 den Gesamt-Weltcup © getty

Die Biathletin beendet den Sprint von Antholz auf dem Podest. Magdalena Neuner leistet sich in Südtirol zu viele Schießfehler.

Antholz - Biathletin Kati Wilhelm hat in der Höhe von Antholz ihre Müdigkeit aus Kopf und Beinen geschüttelt und ist als Dritte im Sprint zum vierten Mal in Serie auf das Weltcup-Podest gestürmt (DATENCENTER: Ergebnisse).

Die 32-Jährige lag über 7,5 km nach einer Strafrunde 20,7 Sekunden hinter der siegreichen Norwegerin Tora Berger und holte in der Gesamtwertung mächtig auf.

"Nach den Heim-Weltcups in Oberhof und Ruhpolding mit dem ganzen Trubel war die Müdigkeit schon intensiv. Da ist es schön, dass es hier ein wenig ruhiger ist", meinte Wilhelm bei der WM-Generalprobe drei Wochen vor den Titelkämpfen in Südkorea.

Wilhelm mit Reserven

"Ich habe mir jedenfalls den Wunsch vom Podest erfüllt und kann im Jagdrennen ganz nach vorn schauen. Für die WM habe ich noch ein paar Reserven, zumal vorher eine Trainingsphase mit Erholung kommt."

Die 27-jährige Berger war beim dritten Erfolg ihrer Laufbahn 8, 1 Sekunden schneller als die Weißrussin Darja Domratschewa.

Die ersten Sechs ließen bei der körperlichen Umstellung in 1600 Metern Höhe jeweils eine Scheibe stehen. Martina Beck (Mittenwald/40,3 Sekunden zurück) und Andrea Henkel (Großbreitenbach/45,6) belegten nach ebenfalls einer Fahrkarte die Plätze zehn sowie zwölf.

Zu viele Schießfehler

Dreifach-Weltmeisterin Magdalena Neuner (Wallgau/55,3), zuletzt zweimal ganz vorn (Höhepunkt der Neuner-Festspiele), landete nach bester Laufzeit und vier Strafrunden auf dem 15. Rang. "Von den Fehlern bin ich natürlich nicht begeistert, das waren einfach zu viele", meinte Neuner: "Es ging läuferisch so gut, da ärgert mich das umso mehr."

Beck war angesichts des ersten Top-Ten-Platzes 2009 sehr zufrieden. "Ich habe mir schon Sorgen gemacht, war nach Weihnachten ja krank und wollte endlich einen guten Wettkampf machen", sagte sie.

Die wegen Erkältung in den letzten Tagen ins Tal ausquartierte Zimmerkollegin Henkel war ebenfalls froh über ihren verbesserten Gesundheitszustand und zog nach dem Rennen wieder beim Team ein.

Wilhelm nun Dritte

Die Russin Swetlana Slepzowa konnte wegen einer fiebrigen Erkältung nicht an den Start gehen, behauptete aber dennoch die Führung im Gesamtweltcup.

Wilhelm (437 Punkte) ist nun hinter Slepzowa (481) und deren Landsfrau Jekaterina Jurjewa (29. Platz/473) Dritte, Neuner (435) fiel auf Platz vier zurück. Am Freitag (ab 14.15 Uhr LIVE) steht der 10-km-Sprint der Männer auf dem Programm.

Die Jagdrennen finden am Samstag, die Massenstartrennen am Sonntag statt.

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