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Michael Rösch stürzte in der Verfolgung nach dem letzten Schließen © getty

In den Jagdrennen von Antholz verpasst Greis wegen eines Sturzes einen Podestplatz. Kati Wilhelm ist als Fünfte beste Deutsche.

Antholz - Ein spektakulärer Sturz von Michael Greis, ein folgenschwerer Fehler beim letzten Schuss von "Rotkäppchen" Kati Wilhelm: Die deutschen Biathleten waren beim Weltcup in Antholz im Jagdrennen vom Pech verfolgt.

Greis kam auf Platz drei liegend zu Fall und wurde beim Sieg von Björn Ferry nur Sechster. Wilhelm verschoss den Sieg, musste einem Quartett um Überraschungssiegerin Anna Buligina den Vortritt lassen und belegte Platz fünf.

"Das war fast wie auf der Streif", sagte Greis nach seinem Sturz knapp einen Kilometer vor dem Ziel: "Ich bin mit der Skispitze in den Tiefschnee geraten, und dann ist mir noch der Stock gebrochen."

Wolf, Stephan und Pfeiffer abgeschlagen

Greis fiel auf Rang sechs zurück und lief abgekämpft "irgendwie ins Ziel". Das erhoffte Geburtstagsgeschenk für Bundestrainer Frank Ullrich, der am Samstag 51 Jahre alt wurde, blieb aus.

Den Sieg sicherte sich der Schwede Björn Ferry überlegen vor dem Österreicher Simon Eder. Dritter wurde der Gesamtweltcup-Führenden Emil Hegle Svendsen aus Norwegen.

Michael Rösch (Altenberg) holte als zweitbester Deutscher Platz zehn. Alexander Wolf, Christoph Stephan (beide Oberhof) und Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) belegten abgeschlagen die Ränge 21, 26 und 32.

Wilhelm sucht das Risiko

Auch die Frauen hatten am Kaiserwetter im Antholzer Tal wenig Freude. Wilhelm, als Dritte des Sprints (Artikel: Katis ruhige Hand) ins Rennen gegangen, setzte ausgerechnet den letzten Schuss daneben.

"Es ist natürlich äußerst unglücklich, dass gerade der daneben geht. Aber ich musste etwas riskieren", sagte die dennoch zufrieden lächelnde Wilhelm.

Letztlich fehlten der 32-Jährigen aus Zella-Mehlis nach insgesamt drei Schießfehlern 9,6 Sekunden zur Russin Buligina: "Ich hätte nie gedacht, dass sie gewinnt. Hut ab." (DATENCENTER: Ergebnisse)

Auch Henkel und Neuner in den Top 10

Platz zwei sicherte sich die Finnin Kaisa Mäkäräinen vor der zeitgleichen Darja Domratschewa aus Weißrussland.

Auf den letzten Zentimetern der über 1600 Meter hoch gelegenen Strecke sprintete auch noch Anna Carin Olofsson-Zidek an Wilhelm vorbei.

Mit Henkel (Großbreitenbach) auf Platz sechs sowie Weltmeisterin Magdalena Neuner (Wallgau) auf Rang zehn schafften zwei weitere Deutsche den Sprung in die Top Ten.

Nur Hauswald fällt ab

Martina Beck (Mittenwald) lief trotz fehlerfreien Schießens nur auf Rang elf, Kathrin Hitzer (Gosheim) und Juliane Döll (Oberhof) erreichten die Plätze 13 und 16.

Nur Simone Hauswald (Gosheim) fiel als 28. in den Leistungen deutlich ab.

Im letzten Jagdrennen vor der WM in Pyeongchang/Südkorea boten die Athletinnen den 15.000 Zuschauern ein packendes Rennen. Ständig wechselte die Führung, keine Biathletin konnte sich souverän an die Spitze setzen.

Neuner zur Halbzeit vorn

Zur Halbzeit des Rennens lag sogar Neuner in Führung, doch "Gold-Lena" feuerte im Stehendschießen gleich fünfmal vorbei und verabschiedete sich aus dem Kreis der Sieganwärterinnen.

Am Sonntag steht das letzte Weltcup-Rennen vor der WM in Pyeongchang/Südkorea (14. bis 22. Februar) auf dem Programm. Drei Wochen vor der Gold-Jagd in Südkorea geht es im Massenstart (ab 12.15 Uhr LIVE) noch einmal um wertvolle Weltcup-Punkte.

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