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Dimitri Jaroschenko holte zweimal WM-Gold. Jetzt steht er unter Doping-Verdacht © getty

Kurz vor dem WM-Start betonen die Verantwortlichen, dass es keine neuen Doping-Befunde gebe. Kritik kommt vor allem aus Österreich.

Oslo/Salzburg - Eine Ausweitung der Doping-Affäre im Biathlon hat Weltverbands-Präsident Anders Besseberg dementiert.

"Es ist nicht richtig, dass wir jetzt bis zu acht positive A-Proben haben. Es gibt keinen neuen Sachstand über den von uns bisher erklärten hinaus", sagte der Norweger.

"Unser Ziel ist es, die B-Proben der bestehenden Fälle bis zum Beginn der WM zu analysieren und dann entsprechend zu handeln", erklärte Besseberg.

Harsch regierte der Biathlon-Direktor des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV), Markus Gandler, auf Informationen, wonach auch ein Mitglied aus der im WM-Vorfeld extrem erfolgreichen österreichischen Mannschaft unter Verdacht geraten sei. ad

"Man will wahrscheinlich jetzt kurz vor der WM diese Erfolge, die wir zuletzt gehabt haben, zunichte machen. Ich finde es traurig und kann nur sagen, dahinter steckt überhaupt nichts", sagte Gandler im Interview mit dem Österreichischen Rundfunk (ORF) (Doping-Fälle bestätigt).

Keine Klarheit vor der WM

Es gebe momentan nicht den leisesten Verdacht, sagte Gandler: "Weder seitens der IBU, die es ja wissen sollte, weil sie Proben gemacht haben. Noch ist dem ÖSV oder der NADA etwas bekannt. Wenn diese drei Institutionen nichts wissen, dann kann nichts sein."

Wie IBU-Generalsekretärin Nicole Resch am Montag in Salzburg mitteilte, waren die B-Proben der verdächtigen Dopingtests zu Wochenbeginn noch immer nicht geöffnet. Da mindestens drei Tage für die Analyse veranschlagt werden, könnte die Zeit bis zu den Auftakt-Sprints der WM in Pyeongchang/Südkorea am Samstag (14. Februar) knapp werden (DATENCENTER: Ergebnisse).

"Natürlich möchte die IBU auch im Interesse der Betroffenen möglichst vor den ersten Rennen Klarheit herstellen. Aber wir können den laufenden Prozess nicht beschleunigen", sagte Resch.

Russen warten auf Wende

Das von russischen Medien unter Dopingverdacht gestellte Weltklasse-Trio Jekaterina Jurjewa, Albina Achatowa und Dimitri Jaroschenko gehört weiter zum offiziellen WM-Aufgebot Russlands (Sperre für verdächtige Athleten).

Sollten die Analyse-Ergebnisse bis zum WM-Auftakt nicht feststehen, dürfen die offiziell nicht namentlich benannten verdächtigten Athleten nicht an den ersten Wettbewerben teilnehmen, da sie von der IBU aktuell provisorisch gesperrt sind.

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