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Miriam Gössner gewann zwei Mal WM-Gold
Miriam Gössner gewann bei der WM 2011 in Chanty-Mansijsk Staffel-Gold © getty

Im WM-Sprint von Nove Mesto schießt Gössner als Sechste schwach, läuft aber stark. Hildebrand überrascht beim Pidrushna-Sieg.

Nove Mesto - Im Zielbereich stützte sich Miriam Gössner kurz auf ihre Skistöcke, atmete erleichtert tief durch und fand wenig später wieder ihr sympathisches Lächeln:

Nach dem Debakel in der Mixedstaffel hat sich die deutsche Medaillenhoffnung bei der Biathlon-WM in Nove Mesto im Sprint zumindest teilweise rehabilitiert.

Zwar verpasste die 22-Jährige über 7,5 km als Sechste die angestrebten Podestränge, die Formkurve aber zeigte wieder deutlich nach oben.

Gleichzeitig lieferte Gössner am Samstag das beste Resultat für den Deutschen Skiverband (DSV), denn bei den Männern war Erik Lesser (Frankenhain) über 10 km auf dem zwölften Rang noch am erfolgreichsten (DATENCENTER: Die WM-Ergebnisse).

"Gefightet bis zum Ende"

"Ich habe nicht an meiner Form gezweifelt und weiß, dass ich fit bin. Die zwei Fehler sind ärgerlich, weil ich in der Loipe extra Gas rausgenommen habe, um mich auf das Schießen zu konzentrieren und eine gute Biathletin zu sein", sagte Gössner und blickte zuversichtlich auf das Verfolgungsrennen am Sonntag (16.15 Uhr im LIVE-TICKER):

"Aber die Zeitabstände sind nicht so groß. Ich denke, es wird spannend. Es wird gefightet vom Anfang bis zum Ende."

Erinnerungen ans "Laufwunder"

Im Vergleich zur Mixedstaffel erinnerte Gössner in der Loipe wieder an das "Laufwunder" der bisherigen Saison, und obwohl sie im Sprint wegen ihrer Fahrkarten am Schießstand 300 Extrameter laufen musste, verschaffte sie sich eine gute Ausgangsposition für die Verfolgung.

Im Ziel hatte Gössner nur etwas mehr als eine halbe Minute Rückstand auf die ukrainische Siegerin Olena Pidhruschna. Silber ging an die Gesamtweltcup-Spitzenreiterin Tora Berger (+6,4 Sekunden/1) aus Norwegen und Bronze an die Ukrainerin Wita Semerenko (+22,8/0).

Hildebrand starke 13.

Zweitbeste Deutsche war auf dem 13. Rang überraschend Franziska Hildebrand. Die zweimalige Olympiasiegerin Andrea Henkel hingegen belegte nur Platz 33.

"Ich weiß gar nicht, ob ich das Rennen wirklich analysieren will. Es ging nicht wirklich viel gut - genau wie die letzten vier Sprints bei Höhepunkten bei mir. Es ist schade", sagte Henkel.

Männer enttäuschen

Enttäuschend war zuvor der Sprint für die Männer verlaufen. Während einzig Lesser bei seinem WM-Debüt überzeugte, zeigte Medaillenanwärter Andreas Birnbacher (Schleching) auf dem 23. Platz eine schwache Vorstellung.

Damit verpassten die DSV-Skijäger eine gute Ausgangsposition für die Verfolgung über 12,5 km am Sonntag (13 Uhr im LIVE-TICKER).

"Man muss realistisch sein, dass nicht mehr viel drin ist. Vor allem beim Stehendschießen muss ich mich deutlich verbessern, daran gilt es zu arbeiten", sagte Birnbacher zu seinen zwei Fehlern beim zweiten Anschlag.

Svendsen siegt trotz Fehlschuss

1:24,7 Minuten Rückstand hatte der 31-Jährige im Ziel auf den norwegischen Sieger Emil Hegle Svendsen, der in Nove Mesto nach dem Triumph in der Mixedstaffel trotz eines Fehlschusses bereits seine zweite Goldmedaille holte.

Silber gewann der französische Gesamtweltcup-Führende Martin Fourcade (+8,1/1) vor dem fehlerfreien Slowenen Jakov Fak (+11,2).

Lesser mit schlampigem Fehler

Lesser nimmt die Verfolgung mit 49,4 Sekunden Rückstand auf. "Es lief von Anfang an alles perfekt", sagte Lesser nach dem Sprint:

"Mit den Top 15 bin ich sehr zufrieden, mit dem einen Fehler semi-zufrieden. Das war schlampig geschossen. Mit einer fehlerfreien Schießeinlage kann ich mich am Sonntag vielleicht nach vorne spülen lassen. Die Top 10 wären schön, aber ich bin auch mit den Top 15 zufrieden."

Der frühere Sprintweltmeister Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) wurde 16. und geht im Jagdrennen 1: 08,1 Minuten hinter Svendsen in die Loipe.

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