vergrößernverkleinern
Erik Lesser schaffte es bereits in Östersund aufs Podest © getty

Erik Lesser verschafft den deutschen Biathleten in Oslo einen erfolgreichen Abschluss. Im Massenstart sichert er sich Rang drei.

Oslo - Als Erik Lesser mit seinem dritten Platz im Massenstart für ein versöhnliches deutsches Ende des Biathlon-Weltcups in Oslo gesorgt hatte, zeigte er im Ziel die Faust und brüllte seine ganze Freude heraus.

Nach einer Energieleistung machte der Thüringer am legendären Holmenkollen den einzigen deutschen Podestplatz beim ersten Weltcup nach der enttäuschenden WM in Nove Mesto perfekt. (DATENCENTER: Ergebnisse Biathlon)

"Ich bin megafroh, dass ich es mir und allen anderen gezeigt habe", sagte Lesser, der letztmals beim Saisonausftakt in Östersund als Dritter im Einzel auf dem Podium gestanden hatte: "In der Schlussrunde ging es darum, vorne zu bleiben und den anderen was zu bieten. Ich wollte sie gar nicht auf die Idee kommen lassen, dass sie was probieren. Das ist mir gelungen."

Nur ein Schießfehler

Der 24-Jährige, der schon bei der WM vor zwei Wochen im Massenstart überraschend Platz fünf belegt hatte, sicherte sich sein zweites Podest des Winters auch dank einer starken Vorstellung am Schießstand.

Nur einer von 20 Schüssen verfehlte die Scheiben. "Ich wusste nicht, wo ich stehe, weil das Rennen am Samstag so sehr in die Hose ging", sagte Lesser, der in der Verfolgung nach sieben Fehlern nur Rang 39 belegt hatte und ins Grübeln kam. (672976DIASHOW: Bilder der WM).

Auf den letzten Kilometern hing der Frankenhainer dann jedoch den Amerikaner Tim Burke und den Russen Andrej Makowejew ab.

"Ich wusste, dass es ganz schwer wird, aber meine Kräfte haben zum Glück ausgereicht", sagte Lesser, der sich nur dem Tschechen Ondrej Moravec und Gesamtweltcup-Spitzenreiter Martin Fourcade aus Frankreich geschlagen geben musste.

Andere Deutsche abgeschlagen

Seine Teamkollegen hatten weniger Grund zur Freude. Zweitbester Deutscher wurde Florian Graf (/3 Fehler) auf Rang 17. Direkt dahinter landete Andreas Birnbacher (3). Der frühere Sprintweltmeister Arnd Peiffer (5) schaffte es nach einer schwachen Schießleistung nur auf Platz 22.

Am Samstag hatte der 25-Jährige als Vierter noch für das beste deutsche Ergebnis in der Verfolgung gesorgt.

Frauen ohne Podestplatz

Die Frauen erlebten hingegen ein komplettes Wochenende zum Vergessen.

Einzel-Vizeweltmeisterin Andrea Henkel lieferte mit den Plätzen neun in der Verfolgung und zwölf im Massenstart noch die besten Ergebnisse.

Die 35-Jährige aus Großbreitenbach hatte am Sonntag vor dem letzten Schießen zwar die Chance, noch auf Platz drei und damit zum vierten Mal in dieser Saison auf das Podest zu laufen, doch der Doppel-Olympiasiegerin versagten die Nerven. Sie musste zweimal in die Strafrunde.

Rückschlag für Gössner

Im Kampf um den zweiten Platz in der Gesamtwertung erlitt Miriam Gössner in Norwegen einen Rückschlag.

Nachdem die 22-Jährige aus Garmisch am Samstag wegen Ermüdungserscheinungen in Folge ihres Langlauf-Abenteuers bei der WM in Val di Fiemme im Verfolger pausiert hatte, reichte es auch zum Abschluss nach fünf Schießfehlern nur zu Rang 19.

Vor den beiden letzten Weltcups in Sotschi und Khanty-Mansiysk (beides Russland) liegt Henkel (699 Punkte) in der Gesamtwertung auf den dritten Platz, Gössner (612) ist Siebte.

Trotz Platz 27 zum Abschluss hinterließ Weltcup-Debütantin Laura Dahlmeier (Partenkirchen) erneut einen guten Eindruck. Am Samstag hatte die 19-Jährige in der Verfolgung Platz zehn belegt und war zum zweiten Mal in die Top 10 gelaufen.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel