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Simone Hauswald gewann in dieser Saison ihre ersten zwei Weltcup-Rennen © getty

Beim Massenstart in Trondheim landet nur eine Norwegerin knapp vor Simone Hauswald. Wilhelm macht weiter Boden auf Jonsson gut.

Trondheim - Die deutschen Glanzpunkte setzten beim Weltcup in Trondheim am Sonntag wieder einmal die Frauen:

Simone Hauswald schaffte beim Massenstart-Wettbewerb Platz zwei, Kati Wilhelm verschaffte sich durch einen erneuten fünften Rang eine hervorragenden Ausgangsposition fürs Saisonfinale in Weißrussland, wo sie ihren zweiten Gesamtweltcup-Triumph nach 2006 anpeilt.

"Es geht um jeden Punkt, ich will in Chanty Mansijsk ein Rennen in Gelb laufen - und wenn das nicht gelingt, soll es wenigstens dank der Streichwerte für die Kristallkugel reichen", sagte die Gesamt-Zweite Wilhelm.

Tora Berger siegt im Endspurt

Die 32-Jährige ging über die 12,5 km als Führende in die letzte Runde, konnte mit ihrem Ski aber nicht ganz mithalten.

Unter den Augen von König Harald gewann so die Norwegerin Tora Berger im Endspurt vor Hauswald (Gosheim/1,0 Sekunden zurück) und Sandrine Bailly (Frankreich/2,1).

Bei den Männern sammelte Ole Einar Björndalen (Norwegen) seinen Weltcup-Erfolg Nummer 89 ein, Christoph Stephan brachte sich im letzten Schießen um einen Podestplatz.

Streichergebnisse sprechen gegen Jonsson

Wilhelm liegt vor den abschließenden drei Rennen in der Gesamtwertung nur 22 Zähler hinter Helena Jonsson (10. und 12. Platz). (DATENCENTER: Der Biathlon-Weltcup)

Die Schwedin wird allerdings noch einige Punkte durch das Streichen der schlechtesten drei Saison-Resultate einbüßen. "Die fünften Plätze sind so gesehen ganz gut", meinte Wilhelm.

Zufrieden war am Ende auch Hauswald, nachdem sie sich zu Beginn des Rennens bei einem Zusammenstoß noch ein blutendes Ohrläppchen eingefangen hatte: "Der Schlag auf den Hinterkopf erhöht eben das Denkvermögen. Dann habe ich mit meinem Bombenski das Feld von hinten aufgerollt."

Björndalen ohne Fehlschuss

Björndalen siegte nach vier fehlerfreien Schießeinlagen mit 39,1 Sekunden Vorsprung vor dem Österreicher Simon Eder. Platz drei sicherte sich Emil Hegle Svendsen, der 53,4 Sekunden nach seinem Landsmann Björndalen ins Ziel lief.

Vizeweltmeister Stephan lag vor dem letzten Schießen auf Rang zwei, büßte jedoch durch zwei Fehler seine bis dahin weiße Weste ein und vergab alle Podestchancen.

Michael Greis (Nesselwang), der ebenfalls beim letzten Schießen zwei Scheiben verfehlte, lief auf Platz acht. Der Dreifach-Olympiasieger hatte in Trondheim den Sprint gewonnen (Greis stürmt zum zweiten Saisonsieg) und war in der Verfolgung auf Platz vier gekommen (Zwei Nachbarn verbauen Greis das Podest).

Der Oberhofer Alexander Wolf wurde 19., Michael Rösch aus Altenberg belegte Platz 25.

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