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Mattias Nilsson ist als 34. des Sprint-Weltcups drittbester Schwede © getty

Beim Weltcup-Finale in Sibirien werden die Skandinavier um ihren Russen-Kritiker Nilsson bewacht. Ihr Trainer fühlt sich sicher.

Chanty Mansijsk - Nach Morddrohungen im Vorfeld werden Schwedens Biatheten beim Weltcup-Finale in Chanty Mansijsk (ab Do., 14.15 Uhr LIVE) von den russischen Gastgebern besonders geschützt.

"Wenn unsere Athleten in die Stadt zum Einkaufen gehen, erhalten sie Personenschutz. Die Russen geben sich wirklich sehr viel Mühe. Wir fühlen uns absolut sicher hier", sagte Schwedens deutscher Trainer Wolfgang Pichler.

Laut Pichler sind extra 300 Polizisten im Einsatz, um die Sicherheit der Biathlon-Weltelite abzusichern. Damit erfüllt Russland die am Rande der Biathlon-WM in Pyeongchang abgegebenen Sicherheits-Garantien.

Testlauf für die WM 2011

Diese waren von Pichler eingefordert worden, nachdem per E-Mail insgesamt 43 Morddrohungen an schwedische Athleten eingegangen waren.

Schwedens Auswahl-Läufer Mattias Nilsson hatte damals die drei des Dopings überführten russischen Teamstars Jekaterina Jurjewa, Albina Achatowa und Dimitri Jaroschenko als "Idioten" bezeichnet und war danach massiv bedroht worden.

Zudem gilt das Weltcup-Finale in Chanty-Mansijsk als Test für die WM 2011, die nach 2003 zum zweiten Mal in Westsibirien ausgetragen werden soll.

Dopingfälle noch nicht aufgearbeitet

Der Weltverband IBU hatte in Pyeongchang die Verabschiedung des Weltcup-Kalenders 2009/10 (DATENCENTER: Der Biathlon-Weltcup) inklusive der dort verankerten WM-Generalprobe in Chanty Mansijsk zunächst verschoben.

Damit hatte die IBU den Druck auf Russland auch mit Blick auf die noch ausstehende Aufarbeitung der Dopingfälle (Von Aufklärung keine Spur) erhöht.

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