Parasiten-Alarm in Östersund: Vor dem Weltcup-Auftakt am Mittwoch in Schweden legte mit dem Erreger Cryptosporidium verunreinigtes Trinkwasser mehrere hundert Einwohner der schwedischen Kleinstadt und zahlreiche Sportler lahm.

Die schwedische Weltmeisterin Helena Ekholm klagte laut Medienberichten am Wochenende über Fieber, Durchfall und Magenschmerzen.

Auch ihr Teamkollege Fredrik Lindström ist betroffen.

Außerdem sollen Mitglieder der französischen und der österreichischen Nationalmannschaft, darunter Vizeweltmeister Christoph Sumann und Simon Eder, über auffällige Symptome berichtet haben.

Zudem seien vier US-Biathleten erkrankt, ihr Start mithin fraglich. Deutsche Athleten sind bislang nicht betroffen, da das Team erst am Montagabend angereist war.

Die Behörden der 45.000-Einwohner-Stadt in Mittelschweden befürchten mehr als 3000 Infektionen.

Die Magen-Darm-Symptome können bis zu zwei Wochen anhalten, die Inkubationszeit beträgt eins bis neun Tage. Mineralwasser aus Flaschen ist in Östersund bereits ausverkauft.

"Ich war jetzt schon in vier Läden, aber nirgendwo gibt es mehr Wasser", sagte der norwegische Teamchef Per Arne Botnan: "Wir halten uns von Wasser aus dem Hahn fern, trinken und putzen Zähne mit Flaschenwasser. Wenn die Athleten unter der Dusche ihren Mund geschlossen halten, sollte alles gutgehen."

Schwedens Teamchef Staffan Eklund meinte: "Grundsätzlich ändert das nichts für uns, weil wir das Wasser ohnehin abkochen."

Die Weltcup-Veranstalter wollen nun Wasser in Flaschen verteilen und haben die Hotels angewiesen, das Trinkwasser abzukochen.

"Wir sorgen selbstverständlich für sauberes und frisches Wasser", sagt Gun Fahlander vom OK.

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