Die deutschen Biathleten haben beim Weltcup in Oberhof einen Heimsieg gefeiert.

Vor 17.000 Zuschauern brachte Schlussläufer Michael Greis unter extrem schwierigen Bedingungen im "Kühlschrank" am Grenzadler den ersten Staffelsieg seit den Olympischen Spielen 2006 in Turin unter Dach und Fach.

Das Quartett mit Christoph Stephan, Alexander Wolf (beide Oberhof), Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) und Greis (Nesselwang) gewann vor Tschechien und Norwegen.

Stephan und Wolf sorgten auf ihren Runden jeweils für ein Wechselbad der Gefühle. Im Liegendschießen mussten die beiden Oberhofer trotz dreier Nachlader einmal in die Strafrunde, doch im Stehendanschlag rollte das Duo jeweils mit einer perfekten Vorstellung das Feld von hinten auf und übernahm die Führung.

"Bei mir ist es immer zwischen Genie und Wahnsinn. Wir haben seit 2006 nicht mehr gewonnen, da muss man im Stehendschießen mal die Arschbacken zusammenkneifen", sagte Stephan. Wolf hatte "so was noch nicht erlebt". "Ein verrücktes Rennen", sagte der 32-Jährige.

Auch Peiffer zeigte eine starke Vorstellung, musste jeweils zweimal nachladen und übergab mit fast zwei Minuten Vorsprung auf Greis, der im Liegend- und Stehendschießen dreimal nachladen musste, aber wie in Turin als Erster über die Ziellinie fuhr.

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