Der historische Staffelsieg der deutschen Biathlonfrauen bei der WM im russischen Chanty Mansijsk steht knapp drei Monate nach den Titelkämpfen wieder im Blickpunkt.

Die ukrainische Läuferin Oksana Chwostenko, die auf der Schlussrunde Magdalena Neuner auf deren Weg zu ihrer zehnten Goldmedaille passieren lassen musste, wurde in Sibirien positiv auf Ephedrin gestestet.

Eine Anhörung vor dem Doping-Ausschuss des Weltverbandes IBU hat bereits stattgefunden. Im schlimmsten Fall droht der Ukraine der Verlust der Staffel-Silbermedaille.

"Wir erwarten in der kommenden Woche ein Urteil. Die Athletin ist positiv auf eine Stimulanz getestet worden, die auf der Verbotsliste für Wettkämpfe steht. Sollte die Athletin suspendiert werden, ist das gleichbedeutend mit dem Verlust der Medaille", sagte IBU-Generalsekretärin Nicole Resch.

Der ukrainische Verband hatte auf seiner Internetseite eine Erklärung veröffentlicht, wonach die inzwischen zurückgetretene Chwostenko in der Vorbereitung auf die WM wegen eines Hustens das Mittel Broncholytin, das Ephedrin enthält, eingenommen hatte.

Das ist laut IBU auch erlaubt. Chwostenko jedoch verwendete das Mittel laut Angaben des ukrainischen Verbandes auch während der Wettkämpfe und überschritt dabei den zulässigen Grenzwert.

Die ukrainische Staffel lag bei der WM bis zur Schlussrunde auf Goldkurs, ehe die überragende Neuner mit einer Glanzleistung noch Gold für Deutschland holte.

Sollte die Ukraine die Silbermedaille aberkannt bekommen, würden Frankreich (von Bronze auf Silber) und Weißrussland (von Platz vier auf Bronze) davon profitieren.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel